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Macht jetzt Gospel. Der Rapper Snoop Dogg.

© DPA/DPAWEB/Robert Vos

Sunflower Bean, Snoop Dogg, Indra Rios-Moore: Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Snoop Dogg, Sunflower Bean, MC Bomber und Indra Rios-Moore.

Snoop Dogg: Bible of Love (RCA Inspiration)

Snoop ist nicht nur Gras-Enthuasiast, sondern auch Sinnsucher: Nach Nation of Islam und Rastafari ist jetzt der Glaube seiner Großmutter dran, die Baby- Snoop einst an Gospel heranführte. Das entstandene Album dauert mehr als zwei Stunden und ist eine irritierend ernsthafte Berg- und- Talfahrt, mit Legenden wie Rance Allen als Gästen. Fabian Wolff, Musikjournalist

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Sunflower Bean: Twentytwo in Blue (Lucky Number Music)

Das Trio aus New York insistiert darauf, dass es ein Album produziert hat, das durch die „Linse des politischen Klimas von 2016 und 2017“ blickt. Diese Inhalte muss man schon suchen, denn eigentlich möchte man mit diesem wunderschönen Indie-Pop einfach nur durch die Gegend schweben. Andreas Müller, Moderator

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MC Bomber: Gebüsch (Proletik)

Ist ja nicht einfach: 1991 geboren, im Prenzlauer Berg, dann auf die Kunsthochschule – worüber soll man da rappen? Klar, Straße, Schläge, Selbstermächtigungsrap geht nicht. Aber gerade im meist-ironisierten Stadtteil der Republik gäbe es anderes, wirklich Relevantes. MC Bomber will aber nur Sex. Auch im „Gebüsch“, seinem zweiten Album. Vivian Perkovic, Musikjournalistin

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Indra Rios-Moore: Carry My Heart (Verve)

Mit zwei eigenen Liedern und neun Coverversionen von Curtis Mayfield über Duke Ellington bis hin zu Robyn verarbeitet die amerikanische Jazzsängerin Indra Rios- Moore ihren Schock über die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Ihr ist ein zartes Trost-Album gelungen, in dem auch ein wenig Trotz aufblitzt.

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Nadine Lange, Tagesspiegel

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