
© Klaus Polkowski
Kabarettist Matthias Deutschmann im Gespräch: „Vielleicht bleibt der Satire nur die Flucht ins Groteske“
Der politische Witz bewegt sich in vermintem Gelände, sagt Matthias Deutschmann. Was ist noch komisch in Zeiten, in denen einem das Lachen oft im Halse stecken bleibt?
Stand:
Herr Deutschmann – die Welt ist eine einzige Krise. Gut fürs politische Kabarett?
Walter Benjamin sagte einmal, Kabarett sei der Versuch, es sich in ungemütlichen Zeiten gemütlich zu machen. Das funktioniert nur noch bedingt. Die Realität hat Overkill-Kapazitäten. Das klassische, sozialliberal orientierte Kabarett mit den anonymen Sozialdemokraten im Publikum – all den potenziellen SPD-Wählern, die sich gemütlich in ihrem Weltbild eingerichtet haben – und dem typischen Konservativen, der seine Meinung gern mal einem Stresstest unterzieht, gibt es nicht mehr.
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