King Princess, V.A., Neil Young : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit King Princess, V.A., Mayhem und Neil Young & Crazy Horse.

Musikalische Traditionalistin. King Princess.
Musikalische Traditionalistin. King Princess.Foto: Presse Peter

King Princess: Cheap Queen (Sony)

Mikaela Straus wuchs im Aufnahmestudio ihres Vaters auf, mit „1950“ gelang ihr ein Streaming-Hit, Mark Ronson entdeckte sie. Auf ihrem Debütalbum erweist sich King Princess als musikalische Traditionalistin, mit einem offensichtlichen Faible für den Songwriter-Pop der 90er und das Handwerk der 60er. Torsten Groß, Moderator

V. A.: Desert Sessions 11 & 12 (Matador)

Josh Homme, Kopf der Queens Of The Stone Age, lud nach langer Pause wieder in sein Wüstenstudio, um seltsamen Krach rauszulassen. Kollegen wie Billy Gibbons (ZZ Top) oder Les Claypool (Primus) machen mit bei charmant ausfransenden Jams zwischen Psychedelia, Glamrock und schwerem Groove. Birgit Fuß, Rolling Stone

Mayhem: Daemon (Century Media)

Der Kult um diese berüchtigtsten aller Schreckgespenster des norwegischen Black Metal lebt. Das sechste Album in 35 Jahren ist eine Ode an den Nihilismus im infernalen Soundgewand. Die einstige Unbekümmertheit scheint aber dem Bedürfnis nach Akzeptanz gewichen zu sein. Absolut satanistisch. Aditya Sharma, Radio Fritz

Neil Young & Crazy Horse: Colorado (Warner)

Young ist 73, sein Zorn wächst. Er wettert gegen Fremdenhass und Umweltfrevel, fordert: „Shut the whole system down.“ Gitarrenlärm wechselt mit Pianoballaden. Und die alten Herren von Crazy Horse säuseln auf dem 16. gemeinsamen Album betörend schöne Backgroundchöre. Umwerfend. Christian Schröder, Tagesspiegel

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