Musicals in Berlin : Von Schwanensee bis Wolle Petry

Berlin wird von Musicals überschwemmt. Neben Dauerbrennern wie „Tanz der Vampire“ gibt es auch Schlager- und Rockstücke.

Alle Jahre wieder: "Tanz der Vampire" im Theater des Westens.
Alle Jahre wieder: "Tanz der Vampire" im Theater des Westens.Foto: Stage Entertainment

Ganz so streng, wie es auf den ersten Blick scheint, ist die Musicalszene in Deutschland dann doch nicht aufgeteilt: Da ist zwar einerseits der Unterhaltungskonzern Stage Entertainment, der auf seinen bundesweit zehn Bühnen Dauerbrennerstücke spielt (im Theater des Westens gerade mal wieder „Tanz der Vampire“), und da sind andererseits die deutschen Stadttheater, die die Genreklassiker pflegen und immer wieder auch Anspruchsvolles vom Off-Broadway ausprobieren. Zwischen diesen beiden Extremen aber tummelt sich noch eine gar nicht so kleine Gruppe privater Veranstalter, die versuchen, ebenfalls am Musical-Markt mitzuverdienen.

Im Admiralspalast geben sie sich im Dezember die Klinke in die Hand. Los geht’s am 4. Dezember mit „Rock of Ages“, einer „Hymne auf die 80er Jahre“, bei der Evergreens wie „The Final Countdown“, „Here I Go Again“, „I Wanna Know What Love Is“ und „We Built This City On Rock ’n’ Roll“ in eine klassische Liebesgeschichte eingebettet sind. Am 11. 12. folgt „Flashdance“: Vor 35 Jahren ein Kinohit, kommt die Story der Autodidaktin Alex und ihres Traums, Tänzerin zu werden, jetzt in einer schwedischen Produktion nach Berlin, übrigens mit Gitte Haenning in der Rolle der Hannah. Am 2. Januar startet ein englischsprachiges „Evita“-Gastspiel, gefolgt ab 17. 1. von Disneys „Die Schöne und das Biest“.

Malocher-Musical in Berlin

Im Theater am Potsdamer Platz, das seit zwei Jahren nur noch ein Haus für durchreisende Truppen ist, machen sich im Dezember erst einmal die Tänzer breit: Auf den „Größten Schwanensee der Welt“, der aus Schanghai kommt, folgt das – nicht mit der berühmten Bolschoi-Companie zu verwechselnde – Moscow State Ballett. Erst ab 2. Januar stehen wieder singende Schauspieler auf die Bühne, bei „Wahnsinn“ nämlich, dem Stück mit den Hits von Wolfgang Petry. Das erste Berlin-Gastspiel des Malocher- Musicals im Mai war offensichtlich so erfolgreich, dass sich die Macher jetzt gleich für dreieinhalb Wochen am Potsdamer Platz eingemietet haben.

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