Nach fristloser Kündigung : Sachsen zahlt Opernintendanten Serge Dorny 350 000 Euro

Das Land Sachsen und der ehemalige designierte Dresdner Opernintendant Serge Dorny haben einen Vergleich geschlossen. Danach bekommt der Belgier 350 000 Euro.

Serge Dorny, ab 2021 Intendant der Bayerischen Staatsoper München.
Serge Dorny, ab 2021 Intendant der Bayerischen Staatsoper München.Foto: picture alliance / Sebastian Kahnert/dpa

Im Rechtsstreit zwischen dem Opernintendanten Serge Dorny und dem Freistaat Sachsen haben sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt. Wie das sächsische Kunstministerium am Freitag in Dresden mitteilte, wird an Dorny eine Zahlung von 350.000 Euro geleistet. Damit sei das Gerichtsverfahren beendet. Dorny hatte 2014 eine fristlose Kündigung erhalten, noch ehe er sein Amt als Intendant der Semperoper Dresden antreten konnte. Dagegen hatte er geklagt.

Der Belgier sollte das Opernhaus mit Beginn der Spielzeit 2014/2015 leiten. Der 56-Jährige hatte zuvor einen Fünfjahresvertrag unterschrieben. In dem Verfahren hatte Dorny das Gehalt aus seinem auf fünf Jahre angelegten Intendantenvertrag von rund 1,7 Millionen Euro gefordert. Es werde nun nach dem Vergleich nicht gezahlt, hieß es.

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Seit der Kündigung führte Wolfgang Rothe als Kaufmännischer Intendant die Semperoper. Mit Beginn der kommenden Spielzeit 2018/2019 wird der Schweizer Peter Theiler die Leitung des Hauses übernehmen. Der 62-Jährige ist derzeit Intendant am Dreisparten-Staatstheater Nürnberg. Dorny war nach den Querelen an die Oper Lyon zurückgekehrt. Er wird 2021 Intendant der Bayerischen Staatsoper München. (dpa/epd)


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