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Kultur: Sinfonik

Wenn zum Jahresende vor dem geistigen Ohr die Konzerte der vergangenen Monate noch einmal vorüberziehen, kullert eine dicke Träne auf den Morgenrock: Was hat der "Jahrhundert"-Beethoven von Rattle enttäuscht! Hätten die Herren Wiener Philharmoniker doch bloß jene Aufnahme gehört, die ihre Väter und Großväter 1958 unter Hermann Scherchen einspielten.

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Wenn zum Jahresende vor dem geistigen Ohr die Konzerte der vergangenen Monate noch einmal vorüberziehen, kullert eine dicke Träne auf den Morgenrock: Was hat der "Jahrhundert"-Beethoven von Rattle enttäuscht! Hätten die Herren Wiener Philharmoniker doch bloß jene Aufnahme gehört, die ihre Väter und Großväter 1958 unter Hermann Scherchen einspielten. Seine Eroica - aus den Archiven des Westminster-Labels jetzt von der Deutschen Grammophon neu aufgelegt - ist ein Ereignis! Scherchens analytische Emphase treibt das Orchester stürmisch voran: elegant und bestürzend, ohne falsches Pathos, doch mit gewaltiger emotionaler Tiefe. Da hält einen nichts mehr im Ohrensessel.

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