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Kultur: Superieures Talent

Am 27. Januar 1756 erblickte Wolfgang Amadeus Mozart das Licht der Welt. Bis zu seinem 250. Geburtstag hören wir ihn täglich

Das einzige, ich sag es ihnen wie es mir ums herz ist, was mich in Salzburg degoutirt, ist, daß man mit den leüten keinen rechten umgang haben kann – und daß die Musique nicht besser angesehen ist - und – daß der Erzbischof nicht gescheüten leüten, die gereist sind, glaubt – denn, ich versichere sie, ohne reisen (wenigstens leüte von künsten und wissenschaften) ist man wohl ein armseliges geschöpf! – und vesichere sie, daß, wenn der Erzbischof mir nicht erlaubt alle 2 jahre eine Reise zu machen, ich das Engagement ohnmöglich annehmen kann; ein Mensch mit mittelmässigem Talent bleibt immer mittelmässig, er mag reisen oder nicht – aber ein Mensch von superieuren Talent (welches ich mir selbst, ohne gottlos zu seyn, nicht absprechen kann) wird – schlecht, wenn er immer in den nemlichen ort bleibt.“

Paris, den 11. September 1778, an den Vater Leopold

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