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Szene aus Venezuelas Hauptstadt Caracas am Donnerstagabend.

© AFP/PEDRO MATTEY

Tagesspiegel Plus

Venezuela ist ein Land in der Dunkelheit: Die Schriftstellerin Karina Sainz Borgo über die Lage in ihrer Heimat

Man spricht weniger. Man geht weniger spazieren. Man vermeidet es, Aufmerksamkeit zu erregen: In Venezuela regiert nach der Festnahme von Nicolás Maduro weiterhin die Angst.

Ein Gastbeitrag von Karina Sainz Borgo

Stand:

Nichts deutet darauf hin, dass Venezuela aus der Dunkelheit herausgefunden hat. Seit der Militäroperation, die zur Festnahme von Nicolás Maduro führte, ist inzwischen eine Woche vergangen, aber in Caracas gibt es noch immer kein Morgen. Der Tag, an dem die Bomben fielen, hat keinen Weg in die Klarheit eröffnet: Er hat eine neue Phase derselben Dunkelheit eingeläutet. Aus der Ferne betrachten manche die Ereignisse als historischen Wendepunkt, aus der Innenperspektive hingegen spürt man Kontinuität, Kontrolle und Angst.

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