Wahl mit Signalwirkung : Afrika-Spezialistin wird Präsidentin des Goethe-Instituts

Die zukünftige Präsidentin des Goethe-Instituts heißt Carola Lentz. Ihr Schwerpunkt liegt auf Afrika. Außenminister Heiko Maas begrüßt die Entscheidung.

Carola Lentz ist Professorin für Ethnologie in Mainz. Sie wird ab 2020 Präsidentin das Goethe-Institut leiten.
Carola Lentz ist Professorin für Ethnologie in Mainz. Sie wird ab 2020 Präsidentin das Goethe-Institut leiten.Foto: Angelika Leuchter/Wissenschaftskolleg zu Berlin

Die Ethnologin Carola Lentz wird Präsidentin des Goethe-Instituts. Sie soll im November 2020 den bisherigen Präsidenten Klaus-Dieter Lehmann ablösen. Lentz sei am Freitag vom Präsidium des Goethe Instituts in einer Sondersitzung gewählt worden, teilte das Auswärtige Amt am Montag mit.

Außenminister Heiko Maas gratulierte dem Goethe-Institut zu seiner Wahl: "Mit Frau Professor Lentz wird das Goethe-Institut erneut eine Frau an der Spitze haben und dazu eine ausgewiesene Spezialistin für Afrika. Es setzt mit dieser Entscheidung auch inhaltlich einen Schwerpunkt, der uns besonders am Herzen liegt, und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit gerade zum Thema Afrika, aber auch darüber hinaus."

Lentz ist Professorin für Ethnologie an der Universität Mainz und Vizepräsidentin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Sie wird nach der Juristin Jutta Limbach die zweite Frau an der Spitze des Instituts sein.

Das Goethe-Institut hat die Aufgabe, die deutsche Sprache zu fördern und die kulturelle Zusammenarbeit im Ausland zu stärken. Derzeit gibt es rund 160 Institute in fast 100 Ländern. (dpa/tsp)

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