Radmesser-Umfrage : Zehn Forderungen von Berlins Radfahrern an die Politik

Mehr als 3000 Berliner Radfahrer haben dem Tagesspiegel geschrieben, was sie sich von der Berliner Politik wünschen. Das sind die zehn häufigsten Forderungen.

Andreas Baum
Ein Fahrradfahrer am Radweg am Berliner Moritzplatz
Ein Fahrradfahrer am Radweg am Berliner MoritzplatzFoto: dpa/Britta Pedersen

Im Rahmen des Tagesspiegel-Projekts Radmesser haben knapp 5000 Radfahrer abgestimmt, was sie im Berliner Verkehr am meisten stört. 3390 von ihnen haben außerdem detailliert geschrieben, was sie sich von der Berliner Politik wünschen würden. Wir haben daraus die häufigsten zehn Forderungen zusammengefasst.

Getrennte Wege

Die Radwege sind zu wenige und zu schmal, aufgemalte Linien bringen nichts. Die Wege sollten besser von der Straße getrennt werden.

Fahrradfreundlichere Polizei

Die Polizei sollte Fehlverhalten von Autofahrern gegenüber Radfahrern häufiger und konsequenter sanktionieren.

Schlepperbande gewünscht

Autos, die in zweiter Reihe oder auf Radwegen parken, sollen konsequent abgeschleppt werden.

Regeln auf zwei Rädern

Die Straßenverkehrsordnung ist schlecht an die Bedürfnisse von Radfahrern angepasst. Es braucht neue Rechtsabbiegeregeln und Ampelschaltungen.

Machen statt Reden

Die Versprechen sollen umgesetzt werden, die Verkehrsverwaltung braucht mehr personelle und finanzielle Ressourcen.

Platzgerechtigkeit

Radfahrer sollen auch so viel Fläche bekommen, wie ihr Anteil am Verkehr beträgt: Eigene Straßen, Schnellwege, dafür weniger Autoparkplätze.

Radmesser: Die Analyse

Pflegekräfte fehlen

Die Radwege sollen besser instandgehalten werden.

Bekenntnis zur Zukunft

Die Politik soll sich stärker zur fahrradfreundlichen Stadt bekennen. Gegebenenfalls mit Fahrverboten und Geschwindigkeitsbegrenzungen für Autos.

Aufklärer gesucht

Rechte und Pflichten von Radfahrern sind vielen Verkehrsteilnehmern nicht klar. Auto-, Bus-, Taxi und auch Radfahrer sollten besser geschult werden.

ÖPNV stärken

Nur ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr mit kürzeren Takten könnte mehr Autofahrer zum Umsteigen aufs Rad bewegen und auch bei schlechtem Wetter eine Alternative sein.

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