zum Hauptinhalt

Meinung: Fortschritt durch Rückbau

Die Reformen der schröderschen „Agenda 2010“ – so wenig revolutionär sie auch sind – markieren einen Wendepunkt. Seit fast 140 Jahren sieht sich die SPD als Motor des Fortschritts, hat Sozialleistung auf Sozialleistung gehäuft – und muss nun auf einmal erkennen, zu weit und fehl gegangen zu sein, muss erstmals Fortschritt durch sozialen Rückbau sicherstellen.

Die Reformen der schröderschen „Agenda 2010“ – so wenig revolutionär sie auch sind – markieren einen Wendepunkt. Seit fast 140 Jahren sieht sich die SPD als Motor des Fortschritts, hat Sozialleistung auf Sozialleistung gehäuft – und muss nun auf einmal erkennen, zu weit und fehl gegangen zu sein, muss erstmals Fortschritt durch sozialen Rückbau sicherstellen. Sie hat erkannt, dass die Frontstellungen viel komplizierter geworden sind als das althergebrachte „Kapitalisten gegen Arbeiter“. Dass es etwa zunehmend auch „(junge) Beitragszahler gegen (alte) Leistungsempfänger“ heißt. Die SPD zeigt sich gewillt, Zukunftssicherung auch zum Preis der Aufgabe sozialdemokratischen Traditionserbes zu wagen – das sollte auch anderswo Schule machen.

-

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
true
isPaid:
showPaywallPiano:
false