
© dpa/Britta Pedersen
Debatte um Berliner Blackout: Das Krisenmanagement hat nicht funktioniert
Unser Leser, selbst vom Stromausfall betroffen, schreibt an Kai Wegner und die Verantwortlichen im Land Berlin. Er kritisiert fehlende Kommunikation sowie staatliche Sichtbarkeit. Und wie sehen Sie’s?
Stand:
Sehr geehrter Herr Wegner, sehr geehrte Verantwortliche im Land Berlin,
ich schreibe Ihnen, weil ich vom Stromausfall in Berlin direkt betroffen war. Ich bin Teil eines jungen Haushalts und habe ein sieben Monate altes Baby. Der Vorfall hat uns wie viele andere völlig überraschend getroffen. Was mich aber besonders erschüttert hat, war nicht nur der Ausfall selbst, sondern das, was danach folgte. Aus meiner Sicht hat das Krisenmanagement in dieser Lage nicht funktioniert und vor Ort war der Staat kaum sichtbar.
Mir ist wichtig, das klar zu trennen. Ich mache Sie nicht dafür verantwortlich, dass es zu einem mutmaßlichen Anschlag beziehungsweise einer gezielten Störung kam. Die Diskussion darüber, ob man die Infrastruktur besser hätte schützen müssen, hilft an dieser Stelle nur begrenzt. Wofür ich Sie aber in die Verantwortung nehme, ist das, was danach passiert. Es geht um die unmittelbare Organisation und darum, ob der Staat in den ersten Stunden handlungsfähig und sichtbar ist.
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