
© dpa/Marcus Brandt
Nachdenken über die Deutsche Bahn: Vielleicht wurden wir zu lange verwöhnt
Unser Leser gewinnt einer winterlichen Fahrt mit Verspätungen auch Positives ab – nicht zuletzt die Erkenntnis, „dass Improvisation gerade zur Grundausstattung gehört“. Und wie sehen Sie’s?
Stand:
Am vergangenen Wochenende reisten wir mit der Bahn nach Kiel – ein kleines Abenteuer ganz ohne Zusatzbuchung. Hin- als auch Rückfahrt waren reich an Verspätungen und Zugausfällen. Wir waren jeweils doppelt so lange unterwegs wie sonst. Fahrpläne erwiesen sich als gut gemeinte Vorschläge.
Trotz der widrigen Umstände blieben Mitreisende erstaunlich gelassen: Ein wenig genervt, ja, aber überwiegend freundlich. Auch das Zugpersonal zeigte sich hilfsbereit und bemüht – offenbar wusste man gemeinsam, dass Improvisation gerade zur Grundausstattung gehört.
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