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Max Otte nimmt an einer Pressekonferenz der AfD mit Alice Weidel und Tino Chrupalla teil
© Kay Nietfeld/dpa

Wegen Kooperation mit AfD: CDU schließt Max Otte offiziell aus der Partei aus

In Folge seiner Kandidatur als AfD-Bundespräsident leitete die CDU ein Ausschlussverfahren gegen Otte ein. Dieser hatte keinen Einspruch erhoben.

Der frühere Vorsitzende der erzkonservativen Werte-Union, Max Otte, ist aus der CDU ausgeschlossen worden. Das CDU-Kreisparteigericht Köln sei dem Antrag des CDU-Bundesvorstandes „wegen parteischädigenden Verhaltens“ gefolgt, teilte die CDU Köln am Mittwoch in Düsseldorf mit.

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Da Otte bis zum Ablauf der Frist am 1. August keinen Einspruch erhoben habe, sei er „nun rechtskräftig nicht mehr Mitglied der CDU“. Die Kölner CDU begrüße die Entscheidung des Kreisparteigerichts, weil diese „sehr deutlich bekräftigt, dass jedwede Art der Kooperation mit der AfD gegen die Grundsätze der CDU verstößt und parteirechtliche Konsequenzen nach sich zieht“.

Das Ausschlussverfahren war angestrengt worden, nachdem der 57-jährige Wirtschaftsprofessor Mitte Februar auf Vorschlag der AfD für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert hatte. Otte gehörte der CDU gut 30 Jahre lang an. Bereits im April hatte er während des laufenden Verfahrens angekündigt, sich nicht gegen einen Rauswurf zu wehren.

Den Vorsitz bei der Werte-Union, die keine offizielle Vereinigung der CDU ist, sich aber als „konservative Basisbewegung“ in der Union sieht, hatte er schon Ende Januar niedergelegt.

Der Kölner CDU-Chef Bernd Petelkau sagte, Otte habe durch sein Verhalten erheblich gegen die Grundsätze und die Werte der Partei verstoßen. „Ich bin froh, dass das Kreisparteigericht diesen schwerwiegenden Fall von parteischädlichem Verhalten mit der einzig richtigen Konsequenz geahndet hat: dem Ausschluss aus unserer Partei.“ (dpa)

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