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Stefan Seidler vom Südschleswigscher Wählerverband (SSW) geht für ein Foto durch das Paul-Löbe-Haus. Erstmals seit rund 70 Jahren zieht der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) mit dem Abgeordneten Stefan Seidler wieder in den Bundestag ein. Die Partei der dänischen Minderheit und der nationalen Friesen hatte zum ersten Mal seit 60 Jahren wieder an einer Bundestagswahl teilgenommen. +++ dpa-Bildfunk +++

© Kay Nietfeld/dpa

Tagesspiegel Plus

Der Einsame im Bundestag: „Einfach nichts bewirken? Das werden wir noch sehen“

Als Vertreter der Friesen und dänischen Minderheit sitzt Stefan Seidler fortan im Bundestag. Allein, ohne Fraktion. Mitreden will er trotzdem.

Von Andreas Austilat

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Ein Zimmer. Ein eigenes Zimmer, das ist doch ein Anfang. Stefan Seidler hat anderes erlebt, seit er vor gut acht Wochen in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Der 42-Jährige aus Flensburg hat seitdem in Berlin auf Fluren gesessen, den Laptop vor sich auf den Knien, hat leere Sitzungsräume gekapert, so lange, bis irgendeine Delegation ihn mit den Worten vertrieb, „das geht aber nicht, den Raum haben wir jetzt gemietet.“

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