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Die russische Arme hat offenbar eine neue Großoffensive gestartet.
© Foto: Imago / IMAGO/ITAR-TASS
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Ex-General der USA im Interview: „Das Letzte, was Putin braucht, ist eine weitere Front“

David Petraeus war unter anderem Befehlshaber im Irak und in Afghanistan. Er spricht über Fehler der Russen – und einen wichtigen Vorteil für die Ukraine.

Von Jan Dirk Herbermann

General Petraeus, Russlands Präsident Wladimir Putin hat Alexander Dwornikow zum Kommandeur der russischen Streitkräfte in der Ukraine ernannt. Hat die Ernennung des „Schlächters von Syrien“ bereits Auswirkungen auf die russische Kriegsführung?
Ich vermute, dass sich die Konzentration der russischen Streitkräfte auf ein bestimmtes Gebiet als wichtiger erweisen wird als die Ernennung von General Dwornikow. Trotzdem hatten die Russen in der vorherigen Situation die so wichtige einheitliche Befehlsgewalt eindeutig nicht etabliert. Ich hatte beispielsweise diese einheitliche Befehlsgewalt während der US-Truppenverstärkung im Irak, dem „surge“, und über die Koalitionstruppen auf dem Höhepunkt des Krieges in Afghanistan. Darüber hinaus ist Dwornikow natürlich am bekanntesten für den brutalen Feldzug, den er 2016 in Syrien beaufsichtigte, als die russischen Streitkräfte Aleppo grausam und wahllos bombardierten und viele Teile der Stadt entvölkerten.

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