Fehlverhalten der Polizei : New Yorker Polizeichef entschuldigt sich

Der Chef des New York Police Department hat sich für das gewalttätige Vorgehen seiner Kollegen entschuldigt. Die Gegenseite forderte er ebenfalls zur Reue auf.

Dermot Shea gibt mit anderen ranghohen Vertretern der NYPD am 3. Juni in New York eine Pressekonferenz.
Dermot Shea gibt mit anderen ranghohen Vertretern der NYPD am 3. Juni in New York eine Pressekonferenz.Foto: REUTERS

Nach tagelangen Protesten gegen Rassismus und Polizeibrutalität hat sich New Yorks Polizeichef Dermot Shea für mögliches Fehlverhalten von Polizisten während der Aktionen entschuldigt. „Damit es Entspannung gibt, muss es Reue geben. Es tut mir leid. Manchmal stolpern sogar die besten - und die NYPD ist die beste Polizeibehörde des Landes“, sagte Shea in der Nacht zum Freitag Medienberichten zufolge. „Für unseren Anteil am Mangel an Höflichkeit, an diskriminierenden Vorurteilen, übertriebener Gewalt, inakzeptabler Sprache und viele andere Fehler, wir sind Menschen. Es tut mir leid.“

Shea betonte aber auch, dass seine Polizisten während der Begleitung der Proteste immer wieder beleidigt und angegriffen würden und dass auch das aufhören müsse. „Tut es Euch auch leid?“

Am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag waren erneut Tausende Menschen in mehreren Stadtteilen New Yorks auf die Straße gegangen und hatten wieder weitestgehend friedlich für ein Ende des Rassismus und für Gerechtigkeit für den bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommenen Afroamerikaner George Floyd demonstriert. Polizeihubschrauber kreisten die ganze Nacht lang über der Metropole.

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Viele hielten sich allerdings nicht an die um 20.00 Uhr beginnende nächtliche Ausgangssperre, was zu Zusammenstößen mit der Polizei und Festnahmen führte. Die nächtliche Ausgangssperre gilt seit Montag und vorerst noch bis einschließlich Sonntag. Sie gelte allerdings nicht für systemrelevant Berufstätige, betonte Bürgermeister Bill de Blasio via Twitter erneut, nachdem es Berichte über Festnahmen beispielsweise von Journalisten und Essenslieferanten gegeben hatte. (dpa)

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