Forsa-Umfrage : SPD in Bayern stürzt auf 6 Prozent

Der Absturz geht weiter: Nach einer Forsa-Umfrage würde die Bayern-SPD aktuell nur sechs Prozent der Stimmen bekommen. Deutlich besser läuft es für die Grünen.

Eine Wahlurne beim Landesparteitag der SPD in Bayern, im Hintergrund ein Notausgangsschild.
Eine Wahlurne beim Landesparteitag der SPD in Bayern, im Hintergrund ein Notausgangsschild.Foto: Daniel Karmann/dpa

Drei Monate nach der Landtagswahl in Bayern geht der Absturz der SPD weiter: Nach einer von den Fernsehsendern RTL und n-tv veröffentlichten Forsa-Umfrage würden die Sozialdemokraten derzeit nur noch sechs Prozent der Stimmen erhalten und müssten ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde in Bayern fürchten. Bei der Wahl im Oktober war die Bayern-SPD auf 9,7 Prozent der Stimmen gekommen. Zuerst hatte die "Welt" über die Zahlen berichtet.

Die CSU lag demnach bei der Sonntagsfrage mit 38 Prozent etwa auf dem Niveau ihres Wahlergebnisses vom Oktober. Damals hatten die Christsozialen 37,2 Prozent erhalten.

Besser sieht es dagegen für Ministerpräsident Markus Söder aus: Sein Ansehen in der Bevölkerung steigt. Seit Oktober erhöhte sich demnach der Anteil der mit seiner Arbeit als Ministerpräsident zufriedenen Menschen von 33 auf 49 Prozent. Allerdings gaben demnach 58 Prozent der Befragten an, sie trauten Söder nicht zu, die CSU zu alter Stärke zu führen.

Grüne würden 23 Prozent erreichen

Während es bei der SPD weiter bergab geht, erreichen die Grünen immer neue Zustimmungs-Rekorde: Aktuell liegen sie mit 23 Prozent deutlich auf Platz 2 hinter der CSU. Bei der Landtagswahl waren es noch 17,5 Prozent der Wählerinnen und Wähler gewesen.

Die AfD in Bayern würde nach den Forsa-Zahlen verlieren: Statt 10,2 Prozent könnte sie aktuell nur noch mit acht Prozent der Stimmen rechnen. Bei Freien Wählern, FDP und der Linken gibt es keine Veränderung zum Landtagswahlergebnis.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte für die Umfrage im Auftrag von RTL 1003 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte in Bayern befragt. Die Befragungen fanden zwischen dem 22. und 25. Januar statt. (mit AFP)

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