Gute-Kita-Gesetz reicht nicht : In deutschen Kitas fehlen 100.000 Erzieherinnen

Der Fachkräftemangel ist groß: Nach Einschätzungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft reicht das Gute-Kita-Gesetz nicht aus.

Zwei Frauen, ein Mann, sechs Kinder: Solch ein Personalschlüssel ist in deutschen Kitas undenkbar.
Zwei Frauen, ein Mann, sechs Kinder: Solch ein Personalschlüssel ist in deutschen Kitas undenkbar.Foto: imago/Westend61

In Deutschlands Kindertagesstätten fehlen nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aktuell mindestens 100.000 Erzieher, Erzieherinnen und andere Fachkräfte. „Das Deutsche Jugendinstitut hat sogar errechnet, dass uns bis zu 250.000 Menschen in diesem Bereich fehlen werden“, sagte Björn Köhler vom GEW-Bundesvorstand am Samstag auf einer Fachtagung im saarländischen Völklingen.

Das auf den Weg gebrachte Gute-Kita-Gesetz führe zwar zu einer Entlastung der Eltern durch niedrige Kita-Beiträge, es stelle aber zur Lösung der Probleme bestenfalls nur einen Schritt in die richtige Richtung dar, sagte der GEW-Vertreter. So sei man vom angestrebten Ziel - eine Fachkraft für 7,5 Kinder - weit entfernt. Es mangele auch an besserer Bezahlung und Attraktivität für den Kita-Beruf. Bildung sei eine Investition in die Zukunft, betönte Köhler. „Deswegen muss es die Gesellschaft bezahlen und aus Steuergeldern finanzieren.“ (epd)

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