Islamfeindlichkeit : Schura Bremen verurteilt Koran-Schändung

Unbekannte haben mehrere Dutzend Exemplare des Korans zerissen und in die Toilette gestopft: Die betroffene Rahma Moschee spricht von einem Anschlag.

Der Koran.
Der Koran.Foto: REUTERS/Willy Kurniawan

In einer Moschee in der Bremer Bahnhofsvorstadt haben Unbekannte am Wochenende etwa 50 Exemplare des Korans geschändet. Wie die Polizei Bremen mitteilte, handelten die Täter während der regulären Öffnungszeiten der Rahma Moschee. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und sucht nach Zeugen.

In einer Stellungnahme spricht die Schura Bremen, eine Islamische Religionsgemeinschaft Bremen e.V., von einem "abscheulichen und widerwärtigen Anschlag". Nach Angaben der Schura Bremen wurden mehrere dutzende Exemplare der heiligen Schrift des Islam zerrissen und zu Teilen in die Toilette gestopft. Die Polizei Bremen geht davon aus, dass der oder die Täter am Samstag zwischen 14 und 16 Uhr die Moschee betraten.

Von der Polizei erwarte die Religionsgemeinschaft "maximale Transparenz" und "ein entschiedenes sowie hartes Vorgehen gegen die Täter". Der Staatsschutz der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob ein politisch oder religiös motivierter Hintergrund vorliegt.

Der Koran ist die heilige Schrift des Islams. Gemäß der muslimischen Glaubenslehre enthält er die wörtliche Offenbarung Gottes an den Propheten Mohammed. Das Buch zu beschädigen und wie in Bremen geschehen herabzuwürdigen, verletzt in großem Maß die religiösen Gefühle von Muslimen. Dieser Text erschien zuerst bei Zeit Online. (ZON)

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