"Kein Grund für Entwarnung" : BKA zählt 13 verhinderte Anschläge seit 2010

Nicht jeder vereitelte Terrorakt wurde öffentlich: In Deutschland wurden einem Bericht zufolge seit 2010 zahlreiche islamistische Angriffe verhindert.

2018 stürmte die Polizei in Köln-Chorweiler eine Wohnung und verhinderte so einen mutmaßlich geplanten Biowaffenanschlag.
2018 stürmte die Polizei in Köln-Chorweiler eine Wohnung und verhinderte so einen mutmaßlich geplanten Biowaffenanschlag.Foto: Oliver Berg/dpa

Seit 2010 haben die deutschen Sicherheitsbehörden offenbar 13 Terroranschläge verhindert. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Angaben des Bundeskriminalamts (BKA). Es habe sich dabei ausschließlich um geplante Angriffe mit einem islamistischen Hintergrund gehandelt.

Unter anderem in Düsseldorf, Bonn, Köln, Chemnitz, Ludwigshafen, Schwerin, Niedersachsen, Karlsruhe und im Raum Frankfurt seien Anschläge geplant gewesen. Zudem habe es weitere Anti-Terror-Einsätze gegeben. Über deren Anzahl wolle das BKA jedoch aus einsatztaktischen Gründen keine weitere Auskunft geben, schreibt die Zeitung.

Zurzeit bestehe kein konkretes Anschlagsrisiko. Dennoch sei die Terrorgefahr in Deutschland weiterhin hoch. „Es gibt keinen Grund für eine Entwarnung. Im Gegenteil. Anschläge können von allen Seiten kommen. Nicht nur von Islamisten, sondern auch von Linksautonomen und Rechtsextremen wie gerade erst in Neuseeland“, sagte Michael Mertens, NRW-Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei der Rheinischen Post. (Reuters, Tsp)

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