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Politik: Mit Sinn und Strategie

Er hat noch immer ein Büro im Willy Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale im Berliner Bezirk Kreuzberg. Weil Egon Bahr einmal, zwischen 1976 und 1981, Bundesgeschäftsführer der Partei war?

Er hat noch immer ein Büro im Willy Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale im Berliner Bezirk Kreuzberg. Weil Egon Bahr einmal, zwischen 1976 und 1981, Bundesgeschäftsführer der Partei war? Oder weil sich die Partei des strategischen Scharfsinns versichern will, für den er, den der Publizist Peter Bender einmal als „Taktiker und Idealist“ apostrophierte, berühmt geworden ist? In diesen Tagen ist der 81-jährige Bahr vor allem eins: Zeitzeuge. Erlebt hat er den 17. Juni 1953 mit knapp dreißig Jahren, als Journalist, der er in seinen Anfangsjahren war – übrigens nicht nur beim Rundfunksender Rias, sondern auch beim Tagesspiegel. Mit den Folgen des Volksaufstandes gegen die SED-Regierung hat Bahr sich dann vornehmlich als der Politiker beschäftigt, zu dem er wurde. In den sechziger Jahren war Bahr der vielleicht wichtigste Kopf in dem kleinen Kreis um den späteren Bundeskanzler Willy Brandt, der in Berlin die neue Ostpolitik entwickelte. rdh

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