• Nach drei gescheiterten Bewerbern: AfD nominiert nächsten Kandidaten für Bundestags-Vizepräsidenten

Nach drei gescheiterten Bewerbern : AfD nominiert nächsten Kandidaten für Bundestags-Vizepräsidenten

Die AfD will nach der Sommerpause einen vierten Versuch starten, den Posten des Bundestags-Vizes zu besetzen. Paul Viktor Podolay ist der neue Kandidat.

ARCHIV - 17.01.2019, Berlin: Paul Viktor Podolay (AfD) spricht in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. (zu dpa «AfD nominiert erneut Kandidaten für Bundestags-Vizepräsidenten») Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 17.01.2019, Berlin: Paul Viktor Podolay (AfD) spricht in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. (zu dpa «AfD nominiert...Foto: dpa

Die AfD hat einen vierten Bewerber für das Amt des Bundestags-Vizepräsidenten nominiert. Der 72-jährige Paul Viktor Podolay solle sich zur Wahl stellen, teilte ein Parteisprecher mit. Die Abstimmung werde in der ersten Sitzung des Bundestags nach der Sommerpause erfolgen.

Podolay wurde im Jahr 1946 im slowakischen Bratislava geboren. Der gelernte Medizintechniker war laut Angaben seiner Bundestags-Internetseite von 1997 bis 2015 Mitglied der CSU. Im Jahr 2014 trat er als unabhängiger Kandidat der SaS-Partei in der Slowakei bei der Europawahl an. Seit 2015 ist er demnach AfD-Mitglied, im Wahlkreis Erlangen kandidierte er als Direktkandidat.

Nach eigenen Angaben engagiert sich Podolay stark für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und seinem Geburtsland Slowakei: Demnach ist er Honorarrepräsentant der Regierung der Region Bratislava im Freistaat Bayern und Ehrenbürger der Region Bratislava.

Anfang Juni war der letzte AfD-Kandidat für den Posten des Bundestagsvizepräsidenten, Gerold Otten, im dritten Anlauf gescheitert. Im Bundestagsplenum verfehlte er abermals die nötige Stimmenzahl. Zuvor waren bereits die AfD-Kandidaten Albrecht Glaser und Mariana Harder-Kühnel jeweils drei Mal gescheitert.

Laut Geschäftsordnung des Bundestags steht jeder Fraktion ein Sitz im Parlamentspräsidium zu. Die Abgeordneten sind gleichwohl bei ihrer Wahlentscheidung frei. (AFP)

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