
© dpa/MATIAS DELACROIX
Nach US-Einsatz: Auswärtiges Amt erlässt Reisewarnung für ganz Venezuela
Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes hat am Samstag getagt. Deutsche Staatsangehörige in Venezuela sind aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben.
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Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für das gesamte südamerikanische Land erlassen. Deutsche Staatsangehörige in Venezuela seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben, erklärte das Auswärtige Amt am Samstag nach einer Sitzung des Krisenstabs. Das Auswärtige Amt stehe „im engsten Kontakt“ mit der Botschaft in Caracas.
Die Bundesregierung beobachte die Lage in dem Land „weiter mit Sorge, fortlaufend und sehr genau“, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts: „Wir rufen alle Beteiligten auf, nichts zu tun, was zu einer Zuspitzung der Lage führen könnte, und Wege zu einer politischen Beilegung zu suchen.“ Dabei müssten völkerrechtliche Normen eingehalten werden.
Die USA hatten in der Nacht zum Samstag einen groß angelegten Militärangriff gegen Venezuela ausgeführt und Maduro und dessen Frau festgenommen. Dem linksgerichteten langjährigen Staatschef soll in New York wegen „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden. (AFP)
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