Niedrigere Zölle : USA und Japan besiegeln neues Handelsabkommen

Die Verträge sollen den gegenseitigen Warenaustausch weiter ankurbeln. Derzeit liegt er bei rund 218 Milliarden US-Dollar.

US-Präsident Donald Trump nach der Unterzeichnung des Handelsvertrages im Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump nach der Unterzeichnung des Handelsvertrages im Weißen Haus.Foto: Reuters/ Kevin Lamarque

Die USA und Japan haben ein kürzlich im Grundsatz vereinbartes Handelsabkommen offiziell unterschrieben. Gute Handelsbeziehungen der größten und drittgrößten Volkswirtschaft der Welt seien entscheidend für den Wohlstand beider Nationen, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Weißen Haus. Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatten die grundsätzliche Einigung auf das Abkommen für die Sektoren Landwirtschaft und Digitales Ende September am Rande der UN-Vollversammlung in New York bekanntgegeben.

Die Verträge sollen den gegenseitigen Warenaustausch weiter ankurbeln. Dem Abkommen zufolge können die USA dank niedrigerer oder abgeschaffter Zölle künftig mehr landwirtschaftliche Produkte wie Rindfleisch, Mais, Weizen und Wein nach Japan exportieren. Im Bereich digitale Wirtschaft wurde unter anderem vereinbart, keine Zölle auf Produkte wie Software, e-Books, Spiele und Musik zu erheben.

Die Verträge regeln indes nicht die gesamten Handelsbeziehungen: Auf ein Abkommen, das zum Beispiel auch den wichtigen Automobilsektor einschließen würde, konnte man sich bislang noch nicht einigen. Die US-Regierung hat Japan mit hohen Strafzöllen auf Autoimporte gedroht.

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Das Handelsvolumen der beiden Staaten belief sich 2018 nach US-Angaben auf rund 300 Milliarden US-Dollar. Mit einem Warenaustausch in Höhe von 218 Milliarden US-Dollar war Japan für die USA der viertgrößte Handelspartner. Das Handelsbilanzdefizit belief sich demnach 2018 auf knapp 70 Milliarden Dollar. Mit Exporten im Wert von 13 Milliarden US-Dollar war Japan 2018 der drittgrößte Exportmarkt für amerikanische Landwirtschaftsprodukte. Die USA importierten aus Japan insgesamt Waren im Wert von 143 Milliarden Dollar, darunter vor allem Autos, Maschinen und Elektrogeräte. (dpa)

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