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Pakistans Premierminister Imran Khan kritisiert, mit seiner Tirade mache Trump das südasiatische Land zum "Sündenbock".
© Aly Song/POOL/AFP)

Außenministerium in Islamabad: Pakistan bestellt nach Trump-Kritik US-Botschafter ein

"Pakistan nimmt unser Geld und tut nichts für uns": Nach Trumps Tirade bestellt Islamabad den US-Botschafter ein. Die Rhetorik sei "völlig inakzeptabel".

Nach kritischen Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump über die politische Verlässlichkeit Pakistans hat das Außenministerium in Islamabad den Geschäftsträger der dortigen US-Botschaft einbestellt. Demnach habe die Außensekretärin Tehmina Janjua die Enttäuschung ihrer Regierung über die "ungerechtfertigten und unbegründeten Anschuldigungen" zum Ausdruck gebracht, teilte das Außenministerium am Dienstag mit. Botschafter Paul Jones sei zudem mitgeteilt worden, dass eine derartige Rhetorik "völlig inakzeptabel" sei.

Zuvor hatte Trump im Sender Fox News bemängelt, dass der frühere Al-Kaida-Chef Osama bin Laden jahrelang unbehelligt in Pakistan leben konnte und dass die Pakistaner "nichts für uns tun". Premierminister Imran Khan erwiderte am Montag, mit seiner "Tirade" mache Trump das südasiatische Land zum "Sündenbock".

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Am Montag legte Trump nach und schrieb auf Twitter, die USA hätten Mittel für Pakistan gestoppt, "weil sie unser Geld nehmen und nichts für uns tun wollten, Bin Laden ist ein Paradebeispiel, Afghanistan ein weiteres". In einem Tweet Khans hieß es, die USA sollten eher analysieren, warum die Taliban heute trotz aller militärischen und finanziellen Anstrengungen in Afghanistan stärker als zuvor seien.

Die USA werfen Pakistan seit langem vor, die afghanischen Taliban nicht zu bekämpfen oder sogar zu unterstützen. Bin Laden war im Mai 2011 von einem US-Sonderkommando in Abbottabad nördlich von Islamabad bei einem Einsatz ohne Kenntnis der Pakistaner getötet worden. Nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 war Bin Laden aus Afghanistan nach Pakistan geflohen und dort untergetaucht. (dpa)

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