Rente : Heil will 25 Prozent Aufschlag auf Grundsicherung

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant offenbar eine „Respekt-Rente“. Unter bestimmten Voraussetzungen soll es 100 Euro mehr pro Monat geben.

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, kommt zur Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt. (Archivbild)
Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, kommt zur Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt. (Archivbild)Foto: Michael Kappeler/dpa

Die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geplante Grundrente für Geringverdiener nimmt einem Zeitungsbericht zufolge Gestalt an: Wer mindestens 35 Jahre lang als Arbeitnehmer Rentenbeiträge gezahlt, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, solle einen Betrag von 100 Euro über der Grundsicherung bekommen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Technisch soll die Grundrente nach Vorstellung des Ministeriums als Freibetrag in der Grundsicherung ausgestaltet werden. Auf die Grundsicherung (derzeit 424 Euro im Monat plus Unterkunftskosten) soll es einen Aufschlag von 25 Prozent geben. So errechnet sich der Betrag von 100 Euro monatlich.

Das Bundesarbeitsministerium bestätigte die Pläne zunächst nicht. Der Minister will sein Vorhaben aber demnächst vorstellen, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Das Ministerium rechnet dem Bericht zufolge mit 130.000 Anspruchsberechtigten. Den Finanzminister solle die Grundrente rund 200 Millionen Euro im Jahr kosten. Neue Behörden und Verwaltungsverfahren sollten für die Grundrente nicht aufgebaut werden; die Rentenversicherung solle weiter den Rentenanspruch des Versicherten feststellen und diesen dem Grundsicherungsamt mitteilen. Dieses Amt prüft demnach dann die Bedürftigkeit und zahlt den Aufschlag aus, der aus Steuern finanziert wird. (AFP)

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