SPD hofft auf Trendwende : Rege Beteiligung Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein

Höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren: In Schleswig-Holstein wählen 2,4 Millionen Menschen neue kommunale Vertreter.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wirft seinen Stimmzettel zur Kommunalwahl in die Wahlurne.
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) wirft seinen Stimmzettel zur Kommunalwahl in die Wahlurne.Foto: dpa/Frank Molter

Die Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein sind am Sonntag mit einer höheren Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren gestartet. In den ersten drei Stunden nach Öffnung der Wahllokale hätten 18,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Büro des Landeswahlleiters in Kiel mit. 2013 waren es um elf Uhr erst 12,9 Prozent gewesen. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ging in Eckernförde an die Wahlurne. Er sagte: „Bei der Kommunalwahl entscheidet in erster Linie der Einsatz der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker vor Ort.“ SPD-Landeschef Ralf Stegner erklärte mit Blick auf das bundesweite Stimmungstief seiner Partei: „Der Landesverband kann kämpfen. Wir können auch gegen den Wind Erfolge haben.“

2,4 Millionen Menschen in Schleswig-Holstein sind aufgerufen, über die Zusammensetzung der Gemeindevertretungen und die Parlamente der elf Kreise zu entscheiden. Abgestimmt wird in 1080 kreisangehörigen Gemeinden und den kreisfreien Städten Kiel. Parallel zur Kommunalwahl entscheiden die Kieler am Sonntag per Bürgerentscheid über die Zukunft des örtlichen Flughafens.

Aus der Kommunalwahl 2013 war die seit 2017 gemeinsam mit Grünen und FDP auf Landesebene regierende CDU mit 38,9 Prozent landesweit klar als stärkste Kraft vor der SPD mit 29,8 Prozent hervorgegangen. Es folgten Grüne (13,7 Prozent), FDP (5,0), Wählergemeinschaften (4,8), der Südschleswigsche Wählerverband (2,9) und Linke (2,5). (dpa)

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