Spendenaffäre : Anonyme AfD-Spenden: Parteivorstand war offenbar schon 2013 informiert

Die AfD-Spitze soll schon 2013 über geheime Geldgeber Kenntnis gehabt haben. Der heutige AfD-Vorsitzende Alexander Gauland gehörte schon damals zum Vorstand.

AfD-Vorsitzender Alexander Gauland.
AfD-Vorsitzender Alexander Gauland.Foto: imago/Reiner Zensen

Die Anschubfinanzierung anonymer Spender für die AfD soll bereits 2013 im Bundesvorstand der Partei thematisiert worden sein. Das berichtet "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Demnach bestätigten die damaligen Vorstandsmitglieder Patricia Casale und Wolf-Joachim Schünemann dies dem Nachrichtenmagazin.

Demnach hat sich der AfD-Bundesvorstand mit der Rolle der ehemaligen Pressesprecherin Dagmar Metzger beschäftigt, deren PR-Agentur mehrfach Rechnungen von Parteiveranstaltungen beglichen hatte. "Einigen im Vorstand war die Finanzierung über Frau Metzger nicht geheuer", sagte Schünemann dem "Spiegel". "Wir hatten Angst, dass die Sache beim Staatsanwalt landet." Auf die Frage nach den Finanziers habe Metzger in der Sitzung nur auf "Familienunternehmer" verwiesen, "die nicht namentlich genannt werden wollen". Auch Casale sagt, viele AfD-Vorstände hätten damals befürchtet, "dass die unbekannten Spender uns mit der Justiz in Konflikt bringen könnten".

Der heutige Parteivorsitzende Alexander Gauland war bereits 2013 Mitglied des Bundesvorstands. Gauland soll sich laut "Spiegel"-Bericht an solche Aussagen nicht erinnern können. (Tsp)

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