zum Hauptinhalt
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)
© Imago/Political-Moments

AKK zum Bundeswehreinsatz in Kabul: „Was immer da vor Ort passiert, ich halte den Kopf hin“

Die Verteidigunsministerin knüpft ihre politische Zukunft an den Verlauf des Kabul-Einsatzes. Sie wolle danach über persönliche Konsequenzen nachdenken.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat ihre politische Zukunft mit dem Verlauf des derzeitigen Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr verknüpft. "Was immer da vor Ort passiert: Ich halte den Kopf hin", sagte die Ministerin am Montag bei "Bild TV". Kramp-Karrenbauer kündigte in dem Interview an, nach Ende der Evakuierungsmission eine Bilanz zu ziehen und über persönliche Konsequenzen nachzudenken.

Die Ministerin sagte: "Wenn diese Mission zu Ende ist, dann werde ich für mich selbst sehr genau überlegen, welche Verantwortung ich getragen habe, welcher Verantwortung ich gerecht geworden bin, wo vielleicht auch nicht - und welche Schlüsse ich persönlich daraus ziehen muss."

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Sie sei bereit, die Verantwortung zu tragen, sagte Kramp-Karrenbauer. "Ich bin die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt, und die muss vorne an Bord stehen in dem Moment, in dem eine so gefährliche militärische Mission läuft - in die ich die Leute ja auch geschickt habe."

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Die Bundeswehr fliegt derzeit Tag für Tag Menschen aus Afghanistan aus. Die Armee schätzt diesen Einsatz als besonders gefährlich ein. Die Bundesregierung steht in der Kritik, weil sie afghanische Ortshelfer und andere gefährdete Afghanen nicht schon vor der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban ausgeflogen hat.

Am Montag startete ein weiteres Militärflugzeug der Bundeswehr von Kabul aus in Richtung Usbekistan; an Bord waren nach Angaben des Einsatzführungskommandos 198 "schutzbedürftige Personen". (AFP)

Zur Startseite