• Wegen Anschlagsverdacht : Bundesanwaltschaft nimmt Mitglieder von islamistischer Terrorzelle fest
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Wegen Anschlagsverdacht : Bundesanwaltschaft nimmt Mitglieder von islamistischer Terrorzelle fest

Die Bundesanwaltschaft geht gegen vier Islamisten vor. Die Gruppe soll im Namen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ Anschläge in Deutschland geplant haben.

Foto: Archiv

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwochmorgen in Nordrhein-Westfalen vier terrorverdächtige Islamisten aus Tadschikistan festnehmen lassen. Sie und ein fünfter bereits in Untersuchungshaft sitzender Mann sollen im Namen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Anschläge in Deutschland geplant haben, wie die Deutsche Presse-Agentur in Karlsruhe erfuhr. Zuerst hatten RTL und „Der Spiegel“ berichtet.

Einem Bericht des „ Spiegel“ zufolge sollen sich die Männer im Januar 2019 dem IS verschrieben haben. Sie sollen dabei in Kontakt mit hochrangingen IS-Funktionären in Syrien sowie mit regionalen Ablegern der Terrororganisation gestanden haben.

Bei dem mutmaßlichen Anführer der Gruppe soll es sich um den 30 Jahre alten Ravsan B. handeln, der sich bereits seit 2019 wegen Waffenfund in Untersuchungshaft befindet.

Amerikanische Einrichtungen in Deutschland als Ziel

Die Fahnder vermuten demnach, dass die Terrorzelle zunächst Anschläge in Tadschikistan planen wollte, sich dann jedoch dafür entschied, in Deutschland Anschläge zu verüben. Ersten Plänen zufolge sollen etwa amerikanische Einrichtungen in Deutschland als Ziele ausgewählt worden sein. Auch auf aus Sicht der Gruppe islamkritische Personen sollten Anschläge verübt werden.

Die Zelle soll dem Bericht zufolge bereits Material, das für den Bau eines Sprengsatzes behilflich sein könnte, im Internet bestellt haben. Bei bereits durchgeführten Razzien hat die Polizei bei dem mutmaßlichen Anführer der Gruppe mehrere scharfe Waffen sichergestellt. (Tsp, dpa)

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