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Ort des Grauens. Die U-Bahn in St.Petersburg.

© dpa

Anschlag in St. Petersburg: Wie der Terror provoziert wird

Den Terror in der U-Bahn von St. Petersburg und auf dem Hauptbahnhof in Bonn kann man wohl leider zusammen lesen. Ein Kommentar.

Ein Kommentar von Frank Jansen

Terror in der U-Bahn in St. Petersburg, Terror auf dem Hauptbahnhof von Bonn – passt das zusammen? Sicher ist das nicht, zu vermuten aber schon. Der Angriff in der russischen Metropole könnte Teil der Endlosserie islamistischer Attacken sein, zu der der 2012 gescheiterte salafistische Anschlag auf den Bonner Hauptbahnhof zweifelsfrei zählt. Diese Tat und das vereitelte Attentat auf einen Islamfeind hat das Oberlandesgericht Düsseldorf nun mit einer bemerkenswert hohen Strafe für den Haupttäter, den Konvertiten Marco G., geahndet.

Lebenslänglich und besondere Schwere der Schuld, das ist ein starkes Signal. Trotzdem ist so gut wie sicher, dass das Urteil des deutschen Rechtsstaats genauso wenig wie die brachiale Repression des Putin-Regimes den Terror stoppen kann. Russland provoziert zudem mit seinem militärischen Einsatz an der Seite des Massenmörders Assad noch mehr Zulauf für Dschihadisten. Darunter haben nicht nur die Russen zu leiden, sondern alle „Ungläubigen“. Und so zwingt die Logik des Horrors auch einen Rechtsstaat zum nachrichtendienstlichen Gespräch mit dem Autokraten Putin über die wachsende Terrorgefahr. „St. Petersburg“ und „Bonn“ sind wohl leider passende Argumente.

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