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Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner.

© dpa/Soeren Stache

„Wir töten dich“: Morddrohung gegen Brandenburger Antisemitismusbeauftragten

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner ist erneut Ziel einer Attacke geworden. Beim Landtag ging ein Brief mit einer Morddrohung gegen ihn ein.

Stand:

Der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte Andreas Büttner wird mit dem Tode bedroht. Am Montag sei beim Landtag Brandenburg ein Brief mit einer Morddrohung und Beschimpfungen gegen Büttner eingegangen, teilten Polizei und Landtagsverwaltung am Dienstag mit.

Die Polizei habe den Inhalt des Schreibens ohne Absender unter Sicherheitsvorkehrungen untersucht. Eine in dem Umschlag enthaltene graue Substanz habe sich als ungefährlich erwiesen.

Die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) hatten bereits am Montag berichtet, dass sich die Attacke gegen Büttner richtete. Das wurde nun vom Landtag bestätigt.

Der Briefumschlag, der über die Poststelle des Landtages an den Antisemitismusbeauftragten übermittelt worden war, enthielt demnach ein Schreiben mit Verunglimpfungen und der Ankündigung „Wir töten dich“ sowie einem gezeichneten roten Hamas-Dreieck. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Wiederholte Attacken

Der Linken-Politiker und ehemalige Polizeibeamte Büttner hatte 2024 das Amt des Antisemitismusbeauftragten übernommen und ist seitdem wiederholt Ziel von Attacken. Zuletzt war in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag auf einen Schuppen auf Büttners Privatgrundstück in Templin verübt worden. Zudem wurde auf das Wohnhaus ein Hamas-Dreieck aufgebracht. Im August 2024 waren in sein Privatauto unter anderem Hakenkreuze geritzt worden.

Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) nannte die Morddrohungen und Anschläge am Dienstag „unter keinen Umständen hinnehmbar“. Drohungen und Gewalt seien keine Mittel der politischen Auseinandersetzung, sondern Verbrechen gegen Menschen, sagte Liedtke: „Andreas Büttner hat unsere volle Unterstützung und Solidarität.“ (epd/mit PNN)

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