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Landeshauptstadt: 820 000 Euro für Lindenpark

Auch das Waschhaus bekommt mehr Geld

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Babelsberg / Berliner Vorstadt - Die Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI) als neuer Betreiber des Lindenpark e.V. erhält von der Stadt 650 000 Euro zusätzlich. Mit dem Geld sollen „die dringend notwendige Sanierung der Sanitäranlagen und Erfüllung der Brandschutzauflagen“ im Stammhaus in der Stahnsdorfer Straße, eine städtische Immobilie, umgesetzt werden. Die beschloss der Hauptausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch, wie die Stadtverwaltung gestern in einer Pressemitteilung erklärte. Nach PNN-Informationen hat der Hauptausschuss in seinem nichtöffentlichen Teil auch eine jährliche Zuschusserhöhung von 229 000 Euro auf 340 000 Euro für das Waschhaus und von 130 000 auf 300 000 Euro zuzüglich Mietkosten für den Lindenpark beschlossen. Damit erhält der Lindenpark allein 820 000 Euro.

Neben diesem Geldsegen stimmte der Hauptausschuss auch der neuen Trägerschaft für Lindenpark und Waschhaus zu. So wird die SPI, die den Lindenpark schon jetzt kommissarisch leitet, ab dem 1. März offiziell die Führung übernehmen. Die Landeshauptstadt Potsdam und der neuen Träger bindet sich zunächst bis Ende 2011 vertraglich. Alle Mitarbeiter werden übernommen. Im Waschhaus in der Schiffbauergasse wird ab dem 1. März die neu gegründete Waschhaus gGmbH die Leitung übernehmen.

Ende November hatte die Potsdamer Stadtverwaltung mit der Berliner Stiftung Sozialpädagogisches Institut und einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, der Waschhaus gGmbH, die neuen Betreiber für die insolventen Kultureinrichtungen Lindenpark und Waschhaus vorgestellt. Beide Einrichtungen mussten wegen Überschuldung im vergangenen Sommer einen Antrag auf Insolvenzverwaltung stellen. Damit standen die beiden größten Zentren für Soziokultur in der Stadt vor dem Aus. Bei der Vorstellung der neuen Träger erklärten Sozialbeigeordnete Elona Müller und Kulturbeigeordnete Gabriele Fischer, dass sich die Förderung für beide Standorte nicht ändern werde. Doch schon kurze Zeit später wurde bekannt, dass die neuen Betreiber, die mittels eines Interessenbekundungsverfahrens ausgewählt wurden, mehr Geld verlangen. D.B.

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