Sport: Aus Niederlage Sieg gemacht
Positives Urteil des Hockey-Verbandes: PSU-Herren jetzt zumindest vorerst auf Platz drei der Oberliga
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Dem verlorenen Spiel folgte ein Sieg: Die Hockey-Herren der Potsdamer Sport- Union sind zufrieden mit ihrem Oberliga-Start. Der wurde ihnen gestern sogar noch versüßt, denn aus der 0:2-Auftaktniederlage gegen die Zehlendorfer Wespen II wurde durch den Berliner Hockey- Verband ein 3:0-Sieg für die Männer von der Templiner Straße gemacht. Der Grund: Die Berliner hatten einen Akteur mit falschem Spielerpass in ihren Reihen. Eine Woche haben die Wespen nun Zeit, um Einspruch einzulegen – bis dahin steht die PSU auf dem dritten Tabellenplatz.
Ohne das Urteil zu kennen, muss die Kunde schon im Vorfeld beflügelt haben, denn am Sonntag setzte sich das von Sven Demuth und Sven Podßuweit betreute Team bei den Neuköllner SF mit 3:2 durch. „Der Ehrgeiz der Truppe hat mich selbst überrascht“, gab Demuth nach dem Spiel zu. „Die Jungs haben gekämpft, dass es eine reine Freude war.“
Und in der Tat: Die Potsdamer vermochten es, in Berlin zweimal einen Rückstand aufzuholen und am Ende den Spieß sogar noch umzudrehen. Mannschaftskapitän Hendrik Gay war es, der den Korkball in der letzten Minute der zweiten Halbzeit im Neuköllner Tor versenkte und damit den 3:2-Sieg klarmachte. „Eine ganz aufreibende Sache“, befand sein Coach. „Unser Team war klar spielbestimmend und litt wieder einmal unter der mangelnden Chancenverwertung.“
Dieses alte Leid soll am nächsten Samstag abgestellt werden, wenn die PSU um 15 Uhr beim Steglitzer TK zu Gast ist. Auf dem Sportplatz an der Lessingstraße dürften sich die Gäste mit Fug und Recht als Favoriten bezeichnen. Schließlich trifft der aktuelle Oberliga-Dritte auf den Achten und damit Tabellenletzten. Eine Favoritenrolle zumindest von der Papierform her, doch davor hat Demuth seine Mannschaft bereits gewarnt. „Gegen den Letzten zu spielen ist immer schwer“, weiß der Trainer. „Der hat schließlich nicht viel zu verlieren und kann deshalb lockerer an die Aufgabe gehen.“ Darüber sollte Klarheit in den Köpfen herrschen; alle Mann haben die Trainer mit gestrigem Stand jedenfalls an Deck. Allein Frederik Eger leidet noch etwas an einer Zerrung, kann aber eingesetzt werden.
Am kommenden Dienstag wartet dann bereits das nächste Spiel auf die PSU-Herren: Dann treffen sie in der ersten Runde des Berlin-Pokals auf die Reinickendorfer Füchse. Henner Mallwitz
Henner Mallwitz
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