Sport: Das wichtigste Heimspiel
Die Volleyballer des VC Potsdam-Waldstadt empfangen am Sonntag Tabellennachbar Kiel II
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Vor ihrem wohl wichtigsten Heimspiel dieser Saison stehen die Volleyballer des VC Potsdam-Waldstadt am morgigen Sonntag. Dann empfangen sie in der neuen 3. Liga Nord um 16 Uhr in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee den KMTV Eagles Kiel II. Die Kieler stehen punktgleich mit den Waldstädtern (je 8:6) einen Platz vor dem VC auf Tabellenrang sieben. In diesem Jahr steigt nur die letzte der neun Mannschaften ab, weil in der kommenden Saison zwei Aufsteiger das Teilnehmerfeld auf zehn Teams aufstocken sollen. Und der SV Warnemünde als Schlusslicht hat bei einem Spiel mehr derzeit vier Pluspunkte Rückstand zu den Potsdamern.
„Theoretisch könnten wir also jetzt gegen Kiel verlieren, ohne dass groß etwas passiert“, sagt Christoph Jahn, Nestor und Vorsitzender des VC Waldstadt. „Aber zum einen wollen wir es nicht auf einen Showdown am letzten Spieltag in Warnemünde ankommen lassen, sondern weiter hoch. Und zum anderen haben wir gegen Kiel noch etwas gutzumachen.“ Das Hinspiel bei den Eagles II hatten die Potsdamer am grünen Tisch mit 0:3 verloren, da sie nicht angetreten waren. „Am Tag, als wir nach Kiel fahren wollten, haben sich zwei unserer sieben damals zur Verfügung stehenden Spieler verletzt gemeldet – das war es“, erinnert sich Jahn. „Wir mussten 500 Euro Strafe zahlen – das ist eine Menge Geld für unseren Verein.“
Die finanzielle Lage ist nach Ansicht Jahns auch ein entscheidender Grund dafür, dass der VC seine bisher vier Saisonsiege daheim holte und auswärts bislang immer verlor, wenngleich das 2:3 am 19. Januar beim Tabellensechsten Osteinbeker SV denkbar knapp ausfiel; die Gäste verloren erst im Tiebreak mit 17:19. „Wir können uns keine Übernachtung vor den Spielen leisten und fahren daher immer erst am Spieltag los. Da schlauchen die zum Teil langen Reisestrapazen schon“, so Jahn, dessen Team 2012 nur ein Erfolg (3:2 gegen Oststeinbek) gelang, dafür in diesem Jahr schon drei Siege. „Wir waren wegen zahlreicher Abgänge und starker beruflicher Verpflichtungen einiger Spieler personell geschwächt in die Saison gegangen“, erklärt der Vereinschef. „Ein zweiter Zuspieler neben Christoph Richter konnte nicht gefunden werden, und unsere neuen Spieler brauchten eine gewisse Anlaufzeit. Die ist jetzt überstanden, so dass wir stabiler spielen.“ Libero Steffen Hartz habe sich gesteigert und sei inzwischen ein Rückhalt der Truppe, auch die neuen Mittelblocker Jeremis Rummelt und Außenangreifer Felix Werner hätten ihn schon positiv beeindruckt. Ärgerlich sei allerdings, dass Diagonalspieler und Mannschaftskapitän Christoph Säger sich zuletzt beim 3:1 über Wriezen das rechte Sprunggelenk auskugelte und für den Rest der Saison ausfällt. Das will der VC morgen gegen Kiel mit gewachsener mannschaftlicher Geschlossenheit wettmachen. M. M.
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