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Landeshauptstadt: Die Musiker brauchen mehr Geld Forderung der Kammerakademie

An klaren Worten ließ es Elisabeth Schöneich (Bündnis 90/Grüne) nicht fehlen. Einen Skandal nannte sie den Umgang mit der Kammerakademie Potsdam e.

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An klaren Worten ließ es Elisabeth Schöneich (Bündnis 90/Grüne) nicht fehlen. Einen Skandal nannte sie den Umgang mit der Kammerakademie Potsdam e.V. am Donnerstag im Kulturausschuss. Wie schon in der Januarsitzung wurde gefordert, die städtische Förderung aufzustocken, um den 35 Musikern höhere Honorare zu zahlen. „Wir können den Musikern nicht mehr erklären, warum sie so schlecht bezahlt werden“, so Jochim Sedemund, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins der Kammerakademie.

Im Gründungsjahr 2001 erhielt die Kammerakademie 870 000 Euro jährlich von der Stadt. Jetzt sind es noch 730 000 Euro. Die Inflation, Mehrwertsteuererhöhungen und allgemeine Kostensteigerungen in den zurückliegenden Jahren mussten durch dieses reduzierte Budget zusätzlich aufgefangen werden. Geschäftsführerin Frauke Roth hatte in der Januarsitzung des Kulturausschusses diese Summe auf allein 40 000 Euro beziffert. Dadurch sei es nicht möglich, dass die Honorare der freiberuflichen Musiker seit 2001 erhöht werden konnten. Mittlerweile sei dieser Zustand nicht mehr zu vertreten. Die Geschäftsführung der Kammerakademie bat die Verwaltung daher, die Förderung ab 2010, verteilt über drei Jahre, auf insgesamt 90 000 Euro zu erhöhen.

Die Erklärung von Birgit-Katharine Seemann, Fachbereichsleiterin für Kultur und Museum, dass in der aktuellen Planung keine Erhöhung für die Kammerakademie vorgesehen sei, wollte der Ausschuss nicht akzeptieren. Einstimmig erging der Auftrag an die Verwaltung zu prüfen, ob nicht sogar noch in diesem Jahr eine Erhöhung der Förderung für die Kammerakademie möglich sei. D. B.

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