
© A. Klaer
Landeshauptstadt: Erzieher als Therapeuten
Kita „Storchennest“ feierte 20-jähriges Bestehen
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Drewitz – Mit vorschulischer Bildung, Ernährungserziehung, Sprach- und Gesundheitsangeboten arbeitet die Drewitzer Kita „Storchennest“ gegen vorhandene Defizite in Elternhäusern. „Bei manchen Eltern werden unsere Erzieher zu Therapeuten“, erzählte Irene Seidel, die frühere Leiterin der Einrichtung und heutige Geschäftsführerin des Vereins Independent Living in Potsdam. Seidel eröffnete vor 20 Jahren die Kindertagesstätte, die damals unter dem Begriff „Kinderkombination 70“ firmierte. „Da gab es zwar 286 Plätze für Kita-Kinder, aber anfangs lediglich einen bunt angemalten Trabant als Spielplatz“, erinnerte sie sich. Der nahe Wald am Priesterweg wurde zur Spielfläche für die Kindergartenkinder. Heute habe die Einrichtung, die seit 1999 vom freien Träger Independent Living geführt wird, nur noch gut 160 betreute Kinder, „dafür aber eine komplette Spiel- Oase vor der Tür, individuell gestaltete Bildungsinseln und eine Sauna im Haus“, sagte Seidel.
Die Einrichtung selbst, die in einem dreigeschossigen Plattenbau am Rand des jüngsten Plattenbau-Wohngebiets in Potsdam sitzt, wartet indes weiter auf die Sanierung der Gebäudehülle. Die Auflagen des Brandschutzes, inklusive neuer Fenster, Stahlschränke und feuerfester Bilderrahmen, soll frühestens 2011 erfolgen, wusste der SPD-Stadtfraktionsvorsitzende Mike Schubert zu berichten.
Neben eigenen Bildungsangeboten kooperiert die Einrichtung, die gestern mit einem Kindergartenfest ihr 20-jähriges Bestehen feierte, auch mit Schulen aus der Nachbarschaft. Gemeinsam mit den Knirpsen stellten Schüler der Grundschule am Priesterweg sowie des Leibniz-Gymnasiums am Stern einen Teil ihrer Kurse und Fachbereiche vor. KG
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