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ATLAS: Geschönt

Nicola Klusemann über die Filmpark-Bilanz

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Der Filmpark war einmal auf Erfolgskurs. Mit immer neuen spektakulären Attraktionen lockte er vor allem Brandenburger und Berliner nach Babelsberg. Die Zahl der Besucher wuchs von Saison zu Saison. In nur wenigen Jahren nach der Eröffnung durchbrach der Themenpark die 500000-Besuchermarke. Verwöhnt durch so viel Zuspruch traf der Einschnitt extrahart; die Franzosen, die damals noch die Medienstadt Babelsberg betrieben, drehten den ideenreichen Filmparkmachern den Geldhahn ab. Neuheiten blieben aus, die Besucher auch. Erst als der kreative Kopf Friedhelm Schatz vor drei Jahren „seinen“ Filmpark erwarb, sollte es wieder nach oben gehen. Zwar blieb er bei seinen Prognosen vorsichtig, wollte sich aber langsam aus dem Tal herausbewegen und an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Jetzt, wo die Saison zu Ende geht, kommt die Ernüchterung: Nur 250 000 Schaulustige – der tiefste Stand seit ewigen Zeiten – fanden nach Babelsberg. Das seien mehr als erwartet, bilanziert der Filmpark-Geschäftsführer Voß. Die blanke Ironie. Mit so wenigen Besuchern kann er nicht zufrieden sein. Statt die Zahlen zu schönen, sollte man jetzt ehrlich an eine Bestandsaufnahme gehen und das alte Konzept überdenken. Denn es geht nicht mehr auf.

Nicola Klusemann

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