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Landeshauptstadt: Gestorben am 3. Mai 1965

Peter Hauptmann lernte in der Gastwirtschaft „Waldschlösschen“ in Potsdam-Babelsberg zwei Seeleute der Volksmarine kennen. Bei alkoholischen Getränken kamen sie ins Gespräch und zogen, als die Wirtschaft schloss, in das Haus des Ortsansässigen.

Stand:

Peter Hauptmann lernte in der Gastwirtschaft „Waldschlösschen“ in Potsdam-Babelsberg zwei Seeleute der Volksmarine kennen. Bei alkoholischen Getränken kamen sie ins Gespräch und zogen, als die Wirtschaft schloss, in das Haus des Ortsansässigen. Peter Hauptmann wohnte im Grenzgebiet in der Stahnsdorfer Straße. Die Grenzer kannten ihn offenbar; nach kurzer Verständigung ließ man auch seine Gäste passieren. Doch als er die beiden Männer später verabschiedete, waren die Posten ausgetauscht. Die Seeleute wurden vorläufig festgenommen. Mit den Worten „Lasst sie frei, die hab ich mit rein genommen“, ging Peter Hauptmann auf die Soldaten zu, die jetzt auch seinen Ausweis sehen wollten. Nun wurde es ihm zu bunt: Er wandte sich ab und ging auf sein Haus zu. „Halt! Stehenbleiben, oder ich mache von der Schusswaffe Gebrauch“, rief der Posten hinter ihm her – woraufhin Peter Hauptmann endgültig der Kragen platzte. Er lief auf den Posten zu, ergriff den Lauf seiner MPi. Der Grenzer schoss und Peter Hauptmann brach von sechs Schüssen getroffen zusammen. Er erlag am 3. Mai 1965 seinen schweren Verletzungen.

An dieser Stelle erinnerten wir bis zum heutigen 13. August an Opfer der Berliner Mauer. Quelle: Maria Nooke/Hans-Hermann Hertle: Die Todesopfer am Aussenring der Berliner Mauer 1961 - 1989.

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