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Sebastian Brendel (l.) triumphierte mit Tim Hecker im Canadier-Zweier über 1000 Meter.
© dpa

Brendel stockt Medaillen-Konto auf: Gold, Silber, Bronze bei Kanu-WM

Der Potsdamer Sebastian Brendel sicherte sich bei der Kanu-WM in Kanada seinen elften WM-Titel. Am Sonntag jubelte auch ein Potsdamer Duo über Gold.

Halifax (Kanada) - Der Potsdamer Sebastian Brendel hat seine Klasse einmal mehr unter Beweis gestellt und bei den Weltmeisterschaften der Rennkanuten im kanadischen Dartmouth/Halifax seinen elften Titel eingefahren. Der dreimalige Olympiasieger triumphierte am Sonntag auf dem Lake Banoon mit dem Berliner Tim Hecker im Canadier-Zweier über 1000 Meter, nachdem das Duo zuvor auf der olympischen 500-Meter-Distanz als Vierte Edelmetall knapp verpasst hatten. Den zweiten WM-Sieg für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) feierten am Sonntag die Potsdamer Martin Hiller/Tamas Grossmann im Kajak-Zweier ebenfalls über 1000 Meter. Insgesamt holte der DKV 14 Medaillen bei diesen Titelkämpfen.

„Die olympischen Strecken wurden geändert, und das ist natürlich ein gravierender Unterschied, 500 anstatt 1000 Meter zu fahren. Insofern sind wir - mit den ganzen Trainingsausfällen und anderen Problemen dieses Jahr - hier besser, als zu erwarten war“, sagte DKV- Sportdirektor Jens Kahl. Immerhin hatte der deutsche Verband alle an den Start geschickten Boote auch ins Finale gebracht.

Entspanntes Rennen für Martin Hiller

Brendel, der mit Sophie Koch auch noch Silber im C2 Mix über 500 Meter holte und sich Bronze über die selten gefahrene 5000-Meter-Distanz im C1 sicherte, war zufrieden. „Er bringt die Erfahrung und die Power mit, um solche Titel zu gewinnen. Wir sind ein echt gutes Duo“, sagte sein Partner Hecker und betonte, dass man nach Platz vier über 500 Meter doch geknickt gewesen war.

Martin Hiller, der den K2 zum Titel führte, sprach von einem entspannten Rennen. „Bei 600 Metern sind wir losgefahren und konnten bei 200 Metern noch mal ordentlich zünden. Vorher sind wir sehr ökonomisch gefahren“, sagte der Potsdamer.

Flaggschiff hatte Gold verpasst

Das Flaggschiff des Verbandes, der Kajak-Vierer der Männer, hatte bei den Titelkämpfen den Sieg verpasst. Die bei den Olympischen Spielen in Tokio noch knapp geschlagenen Spanier gewannen diesmal vor dem Olympiasieger-Boot mit Max Rendschmidt, Tom Liebscher, Jacob Schopf und Max Lemke. „Dass es schwer wird, die Spanier zu knacken, war uns von vornherein klar. Deshalb sind wir mit der Silbermedaille sehr zufrieden. Es war schon viel Druck da“, sagte der Dresdner Tom Liebscher und blickte voraus: „Bei der EM in München sind die Spanier nicht am Start. Da sind wir Gold-Anwärter und werden das auch so annehmen.“

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Ebenso Silber gewann Nico Pickert im Canadier-Einer über 200 Meter. Dem polnischen Weltmeister Oleksii Koliadych musste er sich nur um 0,10 Sekunden geschlagen geben. „Ich bin unglaublich genervt, den WM-Titel so knapp verpasst zu haben“, sagte der 24-Jährige. Zweier-Weltmeister Grossmann holte sich zum Abschluss der Titelkämpfe auch noch Silber im K1 über 5000 Meter

Auch Annika Loske über 5000 Meter im C1 sowie Pauline Paszek und Jule Hake durften sich über die Silbermedaille freuen. Sie kamen über 500 Meter im Kajak-Zweier hinter Polen ins Ziel. Es war das dritte Edelmetall für Hake, die über 5000 Meter im K1 Silber holte und über 1000 Meter im K1 ebenso eine Bronzemedaille zur deutschen Bilanz beisteuerte wie Schopf im K1 der Männer und Loske im C1 jeweils über die gleiche Distanz. Eine weitere Bronzemedaille gab es für das K2-Mix-Duo Tobias Schultz/Caroline Arft über 500 Meter. (dpa)

Gerald Fritsche

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