ATLAS: Instinktlos
Es ist unglaublich, welche Instinktlosigkeit und Unbedarftheit die Eliten dieser Stadt im Umgang mit Juden an den Tag legen. Natürlich ist das Hauptziel unserer Generation die Wiederherstellung einer Normalität zwischen Juden und Nicht-Juden in diesem Land.
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Es ist unglaublich, welche Instinktlosigkeit und Unbedarftheit die Eliten dieser Stadt im Umgang mit Juden an den Tag legen. Natürlich ist das Hauptziel unserer Generation die Wiederherstellung einer Normalität zwischen Juden und Nicht-Juden in diesem Land. Aber das heißt ja nicht, dass dies völlig unüberlegt geschehen muss, das verantwortungsvolles Mitdenken verboten ist. Die Potsdamer Diakonie hat es als möglich erachtet, seine Streetworker-Station „Wildwuchs“ in das Haus zu verlegen, in dem schon die Gesetzestreue Jüdische Gemeinde ihren Sitz hat. Eine problematische Nachbarschaft, wie sich jetzt nach Bekanntwerden einer antijüdischen Beschimpfung seitens der Wildwuchs-Klientel herausstellt. Die Gesetzestreuen Juden hatten vor Konflikten gewarnt – ohne erhört zu werden. Dabei gibt es Dinge, die nicht zusammen in ein Haus gehören. Und das kann sich auch jeder denken, bevor etwas passiert. Auf ihrer Homepage beschreiben die Wildwuchs-Streetworker ihre Adressaten so: „Angesprochen werden Kinder und Jugendliche, Gruppen oder Cliquen, die im öffentlichen Raum des jeweiligen Stadtteils präsent sind und durch ihr soziales Verhalten, kriminelle Handlungen oder Gefährdung und/oder Stigmatisierung auffällig sind.“ Wer jetzt überrascht tut, der lügt.
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