zum Hauptinhalt

Von Henner Mallwitz: Klarer Sieg ist Pflicht

Turbine Potsdam will beim TSV Crailsheim drei Punkte holen

Stand:

Ein wenig trauert Bernd Schröder dem 2:2 gegen Duisburg vom vergangenen Wochenende noch nach. „Die waren am Ende fertig“, sagt der Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam. „Nur fünf Minuten länger und wir hätten das Ding gewonnen.“ Immerhin legten seine Damen eine Aufholjagd hin und retteten nach dem 0:2-Rückstand noch einen Punkt. Am Sonntag sollen es allerdings drei werden. Dann steht das Team beim TSV Crailsheim auf dem Rasen. Aktueller Fünfter gegen den Tabellenletzten: Da sollten die Rollen klar verteilt sein. „Jeder erwartet sieben, acht Tore“, sagt Schröder. „Aber ein Spaziergang wird das dennoch nicht. Die letzten beiden Spiele haben wir bei denen verloren.“

Dazu soll es am Sonntag keineswegs kommen. Die Mannschaft hat die Fehler aus dem Duisburgspiel analysiert, und sicherlich wird auch Essi Sainio solch ein folgenschwerer Abspielfehler wie im Karl-Liebknecht-Stadion nicht noch einmal passieren. Allerdings wird sich das Spielsystem der Turbinen möglicherweise nach dem Spieltag ein wenig verändern, da die Spielerinnen der U 17 und U 20 zu internationalen Einsätzen abkommandiert werden.

Für den Auftritt im Fränkischen hat der Coach jedenfalls nahezu alles an Deck. Die U 17 hatte gestern noch ein Spiel gegen Nigeria zu bestreiten: „Da hoffe ich natürlich, dass das verletzungsfrei über die Bühne geht“, so Schröder. Definitiv wird er noch auf die angeschlagene Babett Peter verzichten müssen, und auch Isabel Kerschowski ist noch in Behandlung. Für sie wird ihre Schwester Monique gegen Crailsheim antreten. Im Tor wird der Trainer ein weiteres Mal auf Desiree Schumann vertrauen. „Sie hatte nach dem Weggang Nadine Angerers eine große Last zu tragen“, sagt Schröder. „Aber das hat sie bestens verarbeitet. Am Mittwoch wird sie mit der U 20-Nationalmannschaft in Potsdam im Länderspiel gegen Norwegen spielen. Für mich ist sie für die WM 2011 eine der ganz großen Kandidatinnen.“

Da dürfte also nicht viel anbrennen, beim Bundesligaschlusslicht, das vor Saisonbeginn einige Abgänge zu verkraften hatte. Eine „vernünftige Defensive“ bescheinigt Schröder den Damen aus der Nähe von Schwäbisch Hall. „Aber alles andere als ein klarer Sieg darf für uns nicht in Frage kommen.“

Anpfiff ist am Sonntag um 11 Uhr.

Henner Mallwitz

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })