Landeshauptstadt: Mehr Meinungen, mehr Ideen
Annelie Schlimper und Charlotte Hornemann haben sich im Stadtrat von Babelcity engagiert. Hier erklären sie, warum sie keinen Bürgermeister wollten
Stand:
Was habt ihr im Stadtrat diskutiert?
Annelie: So allgemeine Fragen, zum Beispiel, ob es einen Bürgermeister hier in der „Stadt der Kinder“ geben soll. Den gibt es dieses Jahr aber nicht.
Warum nicht?
Charlotte: Wir wollten nicht, dass einer alleine bestimmt. Stattdessen hat der Stadtrat immer alles gemeinsam beschlossen. So können mehrere Kinder ihre Meinung sagen, es gibt schließlich verschiedene Ansichten und dadurch tauchen auch immer neue Ideen auf. Deswegen ist diese Lösung besser.
Annelie: Wir im Stadtrat sind ja auch alle Haussprecher, im Stadtrat haben wir dann die Ministerposten verteilt: Charlotte und ich sind beide Streitschlichter.
Worüber wurde noch entschieden?
Annelie: Darüber, wie unsere Stadt der Kinder heißen soll, meinen Vorschlag, Babelcity, fanden viele auf Anhieb gut. Regeln waren auch ein großes Thema – ein paar von uns wollten den Knast abreißen lassen, das wurde aber nicht durchgesetzt. Insgesamt sind wir uns aber einiger als die in der richtigen Politik. Wir haben uns jeden Tag um 13 Uhr getroffen, in den vergangenen Tagen haben wir an den Reden zum Abschiedsfest gearbeitet, das am Donnerstagabend stattfindet.
Welche Ministerposten gab es denn?
Annelie: Wir waren 13 Stadträte, es gab Umweltminister, Essensminister, Streitschlichter...
Charlotte: Viel zu tun hatte ich nicht, einmal hat es zwischen einem Dieb und einem Polizisten geknallt, da habe ich eingegriffen. Die Räuber hier in der Stadt dürfen nämlich sehr wohl klauen – aber kein Kind darf ein anderes verletzten.
Gab es etwas, das euch nicht gefallen hat?
Charlotte: Mir gefällt nicht, dass viele uns „Stadt der Kinder“ nennen, obwohl das doch der Name des Projekts ist. Unsere Stadt heißt aber doch Babelcity!
Das Gespräch führte Ariane Lemme
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