Landeshauptstadt: Nah dran
„Urlaub zwischen Ostsee und Erzgebirge“: Gestern eröffneten die 5. Potsdamer Tourismustage
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Innenstadt - Warum in die Ferne fahren, wenn das Gute so nah liegt. Bürgermeister Burkhard Exner zieht es beispielsweise zur Entspannung oft in den Fläming oder ins Havelland, „mit meiner kleinen Tochter, die mittlerweile besser Inline-Skates fährt als ich“, wie er gestern zur Eröffnung der 5. Potsdamer Tourismus-Tage in den Bahnhofspassagen mit einem verlegenen Lächeln verriert. Viel Zeit, den Trainingsrückstand wieder aufzuholen, wird der viel beschäftigte Mann in den kommenden Wochen und Monaten nicht haben. Dennoch nutzte er die gestrige Gelegenheit, sich an dem ein oder anderen Ausstellerstand über Urlaubsorte und Ausflugsziele in der näheren Umgebung zu informieren.
Insgesamt 90 Aussteller werben auf 1700 Quadratmetern Ausstellungsfläche für verschiedene Regionen, Erholungseinrichtungen oder Freizeitbeschäftigungen. „Urlaub zwischen Ostsee und Erzgebirge“ – so lautet das Motto der Tourismustage. So erklären beispielsweise Mitarbeiter der Segelschule Griebnitzsee, wie man bei starkem Windgang auf dem Boot eine gute Figur macht – und wie man vor allem die Kontrolle über das Wassergefährt behält. Die Südsee-Oase „Tropical Island“ in Brand sagt, warum man für sonnige Entspannung keinen teuren Flug buchen muss, während der Tourismusverband Erzgebirge e.V. den Besuchern lieber zu einem Ausflug in die Berge rät.
Für welches Reiseziel sich Burkarhd Exner entscheiden würde, konnte er in Anbetracht der großen Auswahl so spontan gar nicht sagen. „Wir fahren mit der Familie immer abwechselnd mal in die Berge, mal ans Meer“, sagte er während des Eröffnungsrundgangs. Zuletzt war er zum Skifahren im Riesengebirge, im Sommer geht es in die Toscana. Unabhängig von privaten Urlaubsvorhaben, freut sich Exner darüber, dass der Tourismus in Potsdam und Umgebung einen wichtigen Wirtschaftsfaktor ausmacht. „Seit 1991 hat sich die Zahl der Gästeübernachtungen vervierfacht“, so Exner.
Noch bis morgen Abend 20 Uhr können die Besucher der Bahnhofspassagen das Informationsangebot nutzen. Zudem gibt es ein Unterhaltungsprogramm sowie verschiedene Gewinnspiele. Für Sevket Demir, Manager der Bahnhofspassagen, sind die Tourismustage zugleich der Ausstand. Er verabschiedet sich nach drei Jahren aus Potsdam, um in die Berliner Gropiuspassagen zu wechseln. Seinen Job übernimmt ab sofort Alexandra Mewis.
Am kommenden Mittwoch, dem 8. März, startet in Berlin das große Pendant in den Messehallen unter dem Funkturm. Auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) werden sich erstmals die Dachmarken Schiffbauergasse und Potsdamer Mitte an einem gemeinsamen Stand präsentieren, sagte der Beauftragte für den Integrierten Standort Schiffbauergasse, Martin Schmidt-Roßleben. Ziel sei es, die kulturellen Angebote im Tourismusmarkt stärker zu positionieren, „was bisher ungenügend geschah“, so Schmidt-Roßleben. Auf Höhepunkte wie die Eröffnung des Soziokulturellen Zentrums, die Einweihung des neuen Hans Otto Theaters sowie die Veranstaltungen um die Potsdamer Mitte wolle man besonders hinweisen. hey/KG
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