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SC Potsdam: Nun der Rekordmeister

Vereinshistorisches haben die Volleyballerinnen des SC Potsdam geleistet. Sie stehen zum ersten Mal im Halbfinale des deutschen Pokals - Gegner wird am 23. November der Schweriner SC sein. Vorab geht es in der Liga weiter - zunächst auswärts gegen Münster.

Mit dem Einzug ins Halbfinale des deutschen Volleyball-Pokals durch einen 3:1-Sieg am Mittwochabend bei den Ladies in Black Aachen schrieb der SC Potsdam ein neues Kapitel seiner Vereinsgeschichte. „Noch nie haben wir es ins Pokal-Halbfinale geschafft“, jubelt Team-Manager Eugen Benzel. Die Euphorie in der Mannschaft, in der Teamleitung und bei den Fans sei immens und soll am 23. November beim Halbfinale für eine volle MBS-Arena sorgen. Gegner: der deutsche Rekordmeister Schweriner SC.

Basis für den Sieg beim Bundesliga-Rivalen war SCP-Trainer Davide Carli zufolge, dass seine Mannschaft hochkonzentriert geblieben ist: „Das ist gegen Aachen in dieser besonderen Halle, in der es immer super laut ist, nicht einfach.“ Nach starkem ersten Satz (25:17), ging der zweite hart umkämpft mit 26:28 verloren. Im dritten und vierten Durchgang (beide 25:20) haben es „meine Spielerinnen sehr gut gemacht“, resümiert Carli.

Carli: „Ich habe totales Vertrauen in meine Mannschaft“

Es sei eine weitere Leistungssteigerung in der noch jungen Saison gewesen, in der Potsdam nunmehr fünf seiner vier Spiele gewonnen hat. Die einzige Niederlage resultiert vom Ligastart gegen den Schweriner SC. Bei dem 0:3 bot der SCP, der am Sonntag beim USC Münster antritt (Beginn: 14.30 Uhr), dem Top-Team in allen drei Sätzen Paroli und verlor jeweils knapp mit 23:25. „Es ist nicht unmöglich, Schwerin zu schlagen“, schlussfolgert daher Teammanager Benzel und meint: „Wir können für eine Überraschung sorgen.“ Dabei ist es für Carli durchaus von Vorteil, vor wenigen Wochen bereits gegen die Mecklenburgerinnen, die er vor seinem Wechsel nach Potsdam im Sommer als Co-Trainer betreut hatte, gespielt zu haben. „Wir werden diese Partie noch einmal genau analysieren und werden besser vorbereitet sein“, sagt er. Allerdings hat Schwerin nach Saisonstart noch einmal Verstärkung bekommen: Keine Geringere als Maren Brinker, Deutschlands „Volleyballerin des Jahres 2015“ und deutsche Nationalspielerin, wechselte kurzfristig aus der Türkei nach Schwerin. „Eine Top-Spielerin“, urteilt Carli, betont aber zugleich: „Ich habe totales Vertrauen in meine Mannschaft.“

Diese sieht der 33-Jährige indes bei gerade mal 50 Prozent ihres Leistungsvermögens. „Wir werden zwar von Spiel zu Spiel besser, aber noch braucht es Zeit, dass sich alle Automatismen einspielen und wir das richtige Gefühl füreinander haben.“ Umso mehr betrachtet Benzel den Einzug ins Cup-Semifinale bereits als Belohnung für die Arbeit, die „der große Umbruch im Sommer mit neuem Team und neuem Trainergespann mit sich gebracht hat“. Als Belohnung sieht er zudem das Doppel-Highlight Ende des Monats: Am 20. November kommt erst der amtierende Vizemeister Stuttgart zum Ligaspiel und drei Tage später Schwerin zum Pokalkracher in die MBS-Arena.

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