zum Hauptinhalt

Sport: Schützenfest in Reykjavik

8:1 bei Valur: Turbine Potsdam steht praktisch im UEFA-Cup-Halbfinale

Stand:

8:1 bei Valur: Turbine Potsdam steht praktisch im UEFA-Cup-Halbfinale Von Michael Meyer, Reykjavik Mit einem hohen 8:1 (2:1)-Sieg bei Valur Reykjavik sicherte sich Pokalverteidiger FFC Turbine Potsdam gestern Nachmittag im Hinspiel des UEFA-Women“s-Cup-Viertelfinales eine glänzende Ausgangsposition für den Einzug ins Halbfinale, in dem entweder Potsdams Vorjahres-Finalgegner Djurgarden/Älvsjö oder Sparta Prag zuerst bei Turbine spielen wird. Das Rückspiel gegen Valur findet am kommenden Sonntag im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion statt. „Mit diesem Ergebnis haben wir eine ausgezeichnete Ausgangsposition“, bestätigte auch Turbine-Trainer Bernd Schröder. Bei plus fünf Grad und strahlend blauem Himmel begannen die Isländerinnen vor offiziell 808 Zuschauern – unter ihnen vier weit gereiste Turbine-Fans – und der malerischen Kulisse des schneebedeckten Eisja-Gebirges druckvoll. Nationalspielerin Margret Vidardottier, in den letzten beiden nationalen Meisterschaften jeweils Torschützenkönigin und gestern einzige Spitze des Valur-Teams, beschäftigte Potsdams Abwehr mehr, als der recht sein durfte. Zweimal konnte Nadine Angerer erst in letzter Sekunde jeweils aus Nahdistanz mit Glanzparaden gegen sie klären (13., 25.). Doch auch Reykjaviks Abwehr war nicht sattelfest, und als Laufey Johannsdottir eine scharfe Eingabe Cristianes mit wuchtigem Schuss ins eigene Netz beförderte (16.), konnten die Gäste das 0:1 bejubeln. Valur gab indes nicht auf, und als sich Vidardottier erneut rechts durchtankte und Potsdams vielbeinige Verteidigung den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, jagte Gudny Odinsdottier das Leder aus Nahdistanz ins Turbine-Tor – 1:1 (36.). Potsdam zeigte sich unbeeindruckt und sah sich belohnt: Nach einem Eckball Navina Omilades von rechts legte die erkältete Ariane Hingst ab, und Anja Mittag traf halbhoch ins rechte Eck (45. + 1). Nach dem Seitenwechsel stellte sich Turbine besser auf die Skandinavierinnen ein, und nach Mittags 1:3 aus halblinker Position (58.) waren die Messen praktisch gesungen. Die Potsdamerinnen nutzten nun auch vorn ihre Chancen. Beispielsweise Cristiane, die nach einer Conny-Pohlers-Flanke von rechts volley einschoss (62.) und später auch zum 1:7 zur Stelle war (84.). Zwischendurch trugen auch Pohlers nach Cristiane-Zuspiel (70.) und Karolin Thomas nach Vorarbeit Aferdita Podvoricas (83.) zum Schützenfest bei, das Petra Wimbersky mit dem 1:8 aus Nahdistanz (87.) beendete. „Das war ein gutes Spiel, und über meine beiden Tore freue ich mich natürlich“, strahlte Cristiane nach dem Abpfiff, und Inken Becher atmete tief durch. „In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan, aber dann bekamen wir Valur gut in den Griff.“ Torfrau Nadine Angerer ärgerte sich später immer noch über das Gegentor („Das war völlig unnötig!“), während Coach Schröder von einem „zu hohen Resultat“ sprach. „So schlecht war Reykjavik eigentlich nicht“ Valur-Star Vidardottier lobte Turbine: „Potsdam hat ein wirklich sehr gutes Team. Als Realistin sehe ich keine Chance mehr für uns.“ Am Sonnabend spielten im Viertelfinale: Arsenal London – FFC Frankfurt 1:1, Montpellier HSC – Bröndby Kopenhagen 3:0. Am Dienstag: Sparta Prag – Djurgarden/Älvsjö Stockholm. Turbine: Angerer; Carlson, Becher, Kuznik; Hingst (70. Thomas); Omilade, Zietz (77. Podvorica); Wimbersky; Mittag (69. I. Kerschowski), Pohlers, Cristiane.

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })