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Sport: Triathleten scheiterten in London

Enttäuschung bei Gregor Buchholz und Christian „Paule“ Prochnow: Die beiden Potsdamer Triathleten wollten gestern bei der fünften WM-Serie in London eigentlich das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 an gleicher Stelle lösen, doch daraus wurde nichts. Während Buchholz auf den 34.

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Enttäuschung bei Gregor Buchholz und Christian „Paule“ Prochnow: Die beiden Potsdamer Triathleten wollten gestern bei der fünften WM-Serie in London eigentlich das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 an gleicher Stelle lösen, doch daraus wurde nichts. Während Buchholz auf den 34. Platz kam, schaffte es Prochnow nur auf den 56. Rang.

„Irgendwie lief heute gar nichts nach Plan“, sagte Buchholz nach dem Wettkampf. „Schon beim Schwimmen hatte sich eine große Gruppe gebildet und irgendwie kam auch Nervosität auf. Ich hatte einen schlechten Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren hingelegt, fuhr zu allem Unglück auch noch in eine Gruppe hinein, die gerade gestürzt war, und hatte zudem mit großen Blasen an den Füßen zu kämpfen. Die Olympiastrecke in London war vom Regen sehr aufgeweicht und stand zum Teil sogar unter Wasser. Das wirkte sich auf die Blasen nicht unbedingt günstig aus.“

Prochnow als 56. war nach dem Wettkampf nicht minder enttäuscht. „Ich habe heute einen völlig anderen Triathlon erlebt“, sagt der Olympia-15. von Peking 2008. „Ich bin nur mäßig aus dem Wasser gekommen und hatte anschließend sehr große Probleme auf der Radstrecke.“ Nach 15 Kilometern hatte Prochnow mit einem Platten zu kämpfen, schleppte sich damit zu den Servicestationen und wechselte schließlich das Vorderrad. Der Abstand wurde durch diesen Zeitverlust zwar nicht unbedingt größer – aufholen konnte ihn der Potsdamer jedoch nicht mehr.

Gestern Abend war für die beiden Triathleten in Englands Hauptstadt vor allem Wundenlecken angesagt – und Ausruhen. Denn auch wenn es nicht für einen vorderen Platz gereicht hatte, steckte der Triathlon über die Olympische Distanz von 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und dem abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf den beiden mächtig in den Knochen.

Die begehrten Tickets wurden an die besten beiden Deutschen vergeben, vorausgesetzt sie landeten unter den besten Zwölf. Mit den Plätzen fünf und elf erfüllten Steffen Justus (Schramberg) und Jan Frodeno (Saarbrücken) die Qualifikations-Kriterien der Deutschen Triathlon Union (DTU). Prochnow und Buchholz haben eine letzte Chance im Mai kommenden Jahres.Henner Mallwitz

Henner Mallwitz

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