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Sport: Von der Neustädter Havelbucht nach Kienbaum

Potsdams Kanuten paddelten in die neue Saison / Zweier-Olympiasieger trainieren derzeit gehandicapt

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Potsdams Kanuten paddelten in die neue Saison / Zweier-Olympiasieger trainieren derzeit gehandicapt Ein buntes Gewimmel auf dem Wasser und die Schmettertöne des Potsdamer Fanfarenzuges lockten gestern Vormittag zahlreiche Schaulustige zur Neustädter Havelbucht im Zentrum der Landeshauptstadt. Rund 50 Boote der Kanu- Clubs und der Preussen-Kanuten im OSC Potsdam, der Wasserfreunde Pirschheide und des KC Rehbrücke hatten sich zum gemeinsamen Anpaddeln in die neue Saison vor der Gaststätte „Seerose“ versammelt; selbst zwei kleine Modell- Kanus pflügten durchs Havelwasser. Henry Schiffer, extra aus Finow angereister neuer Präsident des Landeskanuverbandes, wünschte allen Paddlern eine erfolgreiche Saison und lobte die Unterstützung der Stadt für die rund 500 in Vereinen organisierten Potsdamer Paddler. Schiffer (37), im März zum LKV- Chef gewählt, weiß, wovon er spricht. Er paddelte selbst, ehe er Sport an der DHfK Leipzig studierte. Schon sein Vater Gerhard war Kanute, Tochter Lisa wird ab Herbst 2005 als Paddlerin die Potsdamer Sportschule besuchen. Nahe der Sportschule waren gestern die Drachenboote der Preussen-Kanuten mit Gästen aus Dresden „in See“ gestochen, nachdem zwei Wander-Einer für den Breiten- und Schulsport eingeweiht worden waren. Die Dresdner Junioren waren zu einem Trainingslager für die diesjährigen Weltmeisterschaften nach Potsdam gekommen. Die Junioren-WM und U23-EM sind das Saisonziel der Canadierfahrer Kurt Kuschela, Ronald Verch, Florian Heinrich und Sebastian Brendel vom KCP; sie bekamen gestern beim Anpaddeln der Rennkanuten am Olympiastützpunkt einen von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse spendierten Vierer, der auf den programmatischen Namen „Peking 2008“ getauft wurde. Während sie weiter daheim trainieren, fahren zwölf Rennkanuten heute ins zehntägige Trainingslager nach Kienbaum, wo sie sich auf die erste Einer-Sichtungsregatta des Deutschen Kanu-Verbandes in zwei Wochen in Duisburg vorbereiten. Olympiasiegern Katrin Wagner kann derzeit sorgenfrei trainieren, Ronald Rauhe dagegen laboriert noch ein wenig an einer Sehnenscheidentzündung im rechten Handgelenk. „Es geht aber schon wieder“, gab er Entwarnung, während sein Zweierkajak-Partner Tim Wieskötter gestern immer noch nicht so recht wusste, was er von seiner seit Wochen anhaltenden Erkältung halten soll. „Die geht und geht nicht weg, ich habe immer wieder Halsschmerzen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass ich mich in Duisburg wieder für die Saisonhöhepunkte qualifizieren kann“, erzählte Wieskötter – mit Rauhe Olympiasieger und dreifacher Weltmeister – am Rande des bunten Gewimmels. Michael Meyer

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