Abschlussbericht : Aufregende Zeiten im Schülerpraktikum

Jakob Lindwedel war zweieinhalb Wochen lang Schülerpraktikant

Jakob Lindwedel
Jakob Lindwedel, Schülerpraktikant beim Tagesspiegel, war zweieinhalb Wochen in der Sportredaktion
Jakob Lindwedel, Schülerpraktikant beim Tagesspiegel, war zweieinhalb Wochen in der SportredaktionFoto: Thilo Rückeis

Treffpunkt: Arena am Ostbahnhof, 18:00 Uhr. Durch den Presseeingang gelange ich in einen breiten und schwarzen Gang, der direkt in das Innere führt. Er öffnet sich und lässt mich in die tobende Arena blicken. Es herrscht ein Riesenlärm, Fans trommeln im Rhythmus. Ich zittere leicht. Wir gehen zu den für uns reservierten Plätzen. Nur ein Gang und zwei Stuhlreihen trennen mich und den Court. Diesen Besuch eines Alba -Spiels und vieles mehr habe ich in meinem zweieinhalbwöchigem Praktikum in der Sportredaktion des Tagesspiegels erlebt.

In unserer Schule macht jede zehnte Klasse ein Berufspraktikum seiner Wahl. Die Suche fiel mir nicht gerade leicht, da ich wie viele in meinem Alter noch keinen richtigen Berufswunsch habe. Doch nach einem Besuch mit meiner Klasse im Redaktionssitz des Tagesspiegels am Askanischen Platz entschied ich mich für den Tagesspiegel. Vor einem Jahr, gerade auf einem Landwirtschaftspraktikum in Frankreich, hätte ich nie gedacht, dass ich bei einer Zeitung landen würde. Zum Sportressort kam ich eigentlich nur durch die Assistentin der Chefredaktion und die des Sports. In meiner Bewerbung hatte ich geschrieben, dass ich mich sehr für Fußball interessiere.
Der erste Tag war spannend und aufregend. Da ich nicht wirklich Vorstellungen einer modernen Zeitungsredaktion hatte, wurde mir erstmal alles in Ruhe gezeigt. Die geschriebenen Artikel gelangen über ein Computerprogramm in die Vorlage der morgigen Ausgabe. In einem anderen System kann man Bilder und aktuelle Nachrichten für die Recherche beziehen. Apropos Recherche - ich lernte, dass sie der wichtigste Bestandteil für einen guten Artikel ist. Ich wurde recht schnell in die Arbeit der Redakteure eingebunden, was meine Erwartungen übertraf.
Am Ende durfte ich neben dem Schreiben eines Vor- und Nachberichts des Alba Berlin-Spiels auch bei größeren Artikeln über kommende Ereignisse im Fußball helfen. In der zweiten Woche widmete ich mich einem eigenen Thema: Ich verfasste einen Artikel inkl. Interview über die Frauenfußball-Nationalspielerin Svenja Huth. Der Besuch eines ihrer Spiele bei Turbine Potsdam, das Treffen für das Interview und die Möglichkeit, eine Basketballspiel von einem Presseplatz aus zu sehen waren dabei die spannendsten Erlebnisse, welche ich nie vergessen werde.

- Jakob Thomas Lindwedel (16 Jahre) war für zweieinhalb Wochen Praktikant in der Sportredaktion des Tagesspiegels

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